Bitte beachten:
Die Ausstellung ist verlängert bis 13. September 2020!
Ab dem 5. Juli zeigt das Bomann-Museum in einer Sonderausstellung ausgewählte Ergebnisse aus drei Jahren Provenienzforschung.

Foto: Bomann-Museum, Celle
Hinter dem Begriff Provenienzforschung verbirgt sich die Recherche nach der Herkunft von Objekten. Sie war schon immer Teil der musealen Arbeit, hat aber mit der Washingtoner Erklärung von 1998 eine neue Relevanz bekommen. In dieser Erklärung bekräftigten 44 Staaten die Absicht, Maßnahmen zur Auffindung unrechtmäßig entzogener Kulturgüter zu unternehmen. In solchen Fällen sollen gerechte und faire Lösungen mit den zumeist jüdischen Opfern oder ihren Nachkommen gefunden werden.
2016 begann das Bomann-Museum mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste die systematische Überprüfung der Sammlungszugänge aus den Jahren 1933 bis 1945.

Foto: Bomann-Museum, Celle
Entsprechend der Vielseitigkeit der Celler Sammlung sind sehr unterschiedliche Objektgruppen zu untersuchen. Dabei ist detektivischer Spürsinn gefragt, um die Herkunft so weit wie möglich zu klären. Dies kann sehr zeitintensiv sein und nicht immer gelingt unmittelbar eine lückenlose Rekonstruktion der Objektbiografie. Zahlreiche Quellen sind dabei zu sichten: angefangen von den Spuren auf dem jeweiligen Objekt über die Dokumentation im eigenen Haus bis hin zu Unterlagen in Archiven im In- und Ausland.

1941 beim Auktionshaus Hans W. Lange in Berlin ersteigert.
Foto: Bomann-Museum, Celle
Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über wichtige Ergebnisse, aber auch Herausforderungen bei der bisherigen Forschungsarbeit. Sie beleuchtet sowohl die Zugänge aus lokalem jüdischem Besitz nach 1933 als auch Erwerbungen aus dem Kunsthandel, insbesondere bei Hans W. Lange in Berlin.

eines im Januar 1943 bei Hans W. Lange erworbenen Gemäldes
Foto: Bomann-Museum, Celle
Darunter konnten bisher mehrere Objekte identifiziert werden, die infolge des systematischen NS-Kunstraubs in Europa enteignet wurden, unter anderem in den Niederlanden und Frankreich. Zwei 1943 erworbene Gemälde gehörten zuvor zur Sammlung des Hitler-Fotografen Heinrich Hoffmann. Diese und weitere Fälle sowie die spannenden Recherchewege können in der Ausstellung anschaulich nachvollzogen werden.

Foto: Bomann-Museum, Celle
Suche nach Herkunft. NS-Raubkunst im Bomann-Museum?!
vom 05.07.2019 bis 13.09.2020 (verlängert)
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr
abweichende Öffnungszeiten an Feiertagen möglich
24.12, 25.12 und 31.12. geschlossen
26.12. 11:00 – 17:00 Uhr
01.01. 13:00 – 16:00 Uhr
➔ Mehr Ausstellungen in der Lüneburger Heide und im Umland entdecken
Sie wollen immer aktuell informiert sein? Jetzt die SCHÖNE-HEIDE-Wochenendtipps abonnieren









