
Foto: OTTER-ZENTRUM
Hermeline werden in keinem Zoo gehalten und auch im Freiland sieht man sie überaus selten. Denn dieses kleine Raubtier lebt sehr versteckt und hält sich meistens in den Gängen der Erdmäuse und Maulwürfe auf.
Junge Hermeline im OTTER-ZENTRUM beobachten
In den naturnahen Gehegen des OTTER-ZENTRUMs in Hankensbüttel kann man diese heimische Marderart dagegen in ihrem Lebensraum besonders gut beobachten. Und dort haben sie in diesem Frühjahr auch Jungtiere bekommen. Sechs nackte, rosa Babys lagen Anfang April in einem Nest.
Dabei war dieser Nachwuchs noch nicht einmal geplant. Das Weibchen lebt nämlich mit ihrer Schwester zusammen in einem Gehege. Aber ein wildes Hermelinmännchen hatte im Frühjahr die Gunst der Stunde genutzt, war in das Freigehege gesprungen und hatte sich mit einem der Weibchen gepaart.
So schnell wie er gekommen war, war er auch wieder verschwunden. Zurück blieb das begattete Weibchen. Zwischenzeitlich sind die jungen Hermeline zu kräftigen Halbstarken herangewachsen und erfreuen die Besucher des OTTER-ZENTRUMs mit ihren Spielen.
Bei Landwirten und Gärtnern gern gesehen
Bei Gärtnern und Landwirten sind die Hermeline gerne gesehen, da sie sich weitgehend von Mäusen ernähren. „Aber über die Lebensweise dieser Marderart wissen wir ausgesprochen wenig, obwohl sie nahezu bei jedem vor der Haustür vorkommt“, bemerkt Dr. Hans-Heinrich Krüger von der Aktion Fischotterschutz.
Daher sollte man sich die einmalige Beobachtungsmöglichkeit dieser wieselflinken Säugetiere in den großen Gehegen nicht entgehen lassen. Besonders während der mehrmaligen Fütterungszeiten zwischen 9.30 Uhr und 18.00 Uhr sind diese quicklebendigen Tierchen besonders gut sehen.
Sie wollen immer aktuell informiert sein? Jetzt die SCHÖNE-HEIDE-Wochenendtipps abonnieren










