Käufer der Submission „Eiche zwischen Ems & Elbe“ zeigten in Oechtringen großes Interesse an der breiten Angebotspalette aus den Heideforstämtern

durch einen unregelmäßigen Wuchs
mit kleinen Astbeulen und Reisern aus,
das Holz ist lebhaft gemasert.
(Foto: Ellen Byng)
Traditionell haben die Niedersächsischen Landesforsten die Wertholzsubmission „Eiche zwischen Ems & Elbe“ organisiert. Dabei wurden auf sechs Lagerplätzen im nordwestdeutschen Flachland 5200 Kubikmeter hochwertiges Laubholz, überwiegend Eichenstammholz, zur Versteigerung gegen schriftliches Meistgebot angeboten.
Eindrucksvoll stellte sich in diesem Jahr der größte Holzlagerplatz dieser Submission im Forstamt Oerrel dar. Fein säuberlich aufgereiht lagen in Oechtringen nahe Ebstorf rund 1.500 Kubikmeter Eiche an den Wegen. In diesem Jahr erbrachten einige Stämme auf dem Wertholzplatz erneut sehr gute Ergebnisse. Das Höchstgebot des Lagerplatzes von 1.139 Euro je Kubikmeter bot ein süddeutscher Furnierhersteller für eine Eiche aus dem Forstamt Göhrde.
„Wildeiche“ stark nachgefragt

(Foto: Thomas Wiesmann)
Ein Renner der Saison war die so genannte ‚Wildeiche‘. Diese Stämme zeichnen sich durch einen unregelmäßigen Wuchs mit kleinen Astbeulen und winzigen Zweigen, so genannten ‚Wasserreisern‘ aus. „Dadurch erscheinen die Eichen äußerlich etwas struppig – wie unrasiert“, sagt Stephan Zander vom Forstamt Oerrel, „das Holz ist durch seine lebhafte Maserung bei vielen Kunden aber sehr gefragt.“
Diese Wildeichenstämme und weiteres Wertholz lieferten die Niedersächsischen Forstämter Göhrde, Oerrel, Sellhorn und Unterlüß sowie die Stadtforstämter Lüneburg und Uelzen. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Lüneburg, der Klosterkammerforstbetrieb und weitere Anbieter boten ebenfalls wertvolle Eichenstämme aus der Region an.
Bieter aus ganz Deutschland, Polen, Dänemark, Estland und der Schweiz gaben insgesamt über neuntausend Gebote ab. Die verkauften Stämme der Wildeiche und das angebotene Wertholz finden hauptsächlich im Säge- und Furnierbereich Verwendung. Wertvolle Möbel in rustikaler Optik, schöne Fußböden oder Treppen aus Eiche erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit“, erklärt Rainer Soyka, Leiter des Forstamtes Oerrel.
Obwohl nur etwa ein Prozent der gesamten Holzerntemenge der Niedersächsischen Landesforsten über diese Form der Vermarktung angeboten wird, sind die dort erzielten Ergebnisse ein sehr wichtiges Barometer für die Entwicklungen an den Holzmärkten.
Weitere Informationen zum Forstamt Oerrel finden Sie unter ➔ www.landesforsten.de/oerrel.
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