Theaterstück macht Geschichte lebendig
An den Originalschauplätzen mit echten Geschichten echter Menschen wird ab dem 19. Mai 2018 das Theaterstück ÖL-FIEBER über die deutsche Erdölgeschichte auf dem Gelände des Erdölmuseums in Wietze zu erleben sein. Nach der Zusage der Fördergelder durch den Lüneburgischen Landschaftsverband gaben die Projektpartner – das Deutsche Erdölmuseum, die Gemeinde Wietze und das Schlosstheater – nun offiziell den Startschuss.
Die Handlung von „ÖL-FIEBER – Zwischen Celle und Wietze beginnt Amerika“ spielt zwischen 1899 und 1918 und greift dabei die gesamte Geschichte der Ölförderung in Wietze auf. Im historischen Blick zurück werden dabei heutige Fragestellungen zur gesellschaftlichen und technischen Entwicklung anhand menschlicher Geschichten gespiegelt und sinnlich erfahrbar gemacht.
Geschrieben hat das Stück Andreas Döring, Intendant des Schlosstheaters Celle, nach Motiven aus Upton Sinclairs Roman OIL und nach historischen Quellen vor Ort, die Museumsleiter Stephan A. Lütgert beisteuerte. In neun Aufführungen wird ab dem 19. Mai an Originalschauplätzen niedersächsische Geschichte, Wirtschaftsgeschichte und regionale Sozialgeschichte lebendig.

Andreas Döring (Intendant des Schlosstheaters Celle), Gerhard Weber (Regisseur)
und Heiko Möller (Vorstand des Museumsvereins)
Foto: Weegen/Schlosstheater
„Geschichte wird nicht geschrieben, sondern von handelnden Personen gemacht. Das Theater macht die Handlungen und möglichen Motive dieser Personen anschaulich. Insofern ist diese Art von ‚Reenactment‘ eine tolle Möglichkeit der musealen Vermittlung“, freut sich Museumsleiter Stephan A. Lütgert über die Zusammenarbeit.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Schlosstheater historischer Stoffe annimmt. Im vergangenen Jahr wurden ein Stück zum Jubiläum der Celleschen Zeitung entwickelt und ein großer Theaterparcours zur Reformation in Celle.
Da es sich bei ÖL-FIEBER um ein Stück aus und über Wietze handelt, werden bei dem Projekt auch Vereine und Einzelpersonen aus Wietze eingebunden, zum Beispiel durch einen örtlichen Chor und Vereine Wietzer Bürger, als aktive Mitspieler (und Statisten), oder – weniger im Rampenlicht – bei der Parkplatzaufsicht, beim Bereitstellen von Sitzgelegenheiten, bei der „Bühnen“-Gestaltung, an der Abendkasse und, und, und…
„Für das Theater ist es wichtig, Identität zu stiften. Das Theater ist eine soziale Kunstform, die Themen vor Ort aufgreift. Es ist wunderbar, dadurch mit anderen Kulturinstitutionen, wie dem Erdölmuseum, und Menschen aus Wietze in den Austausch zu kommen“, beschreibt Intendant Andreas Döring die bisher so in der Region einmalige Kooperation.
Als Regisseur konnte Gerhard Weber, ehemaliger Intendant der Landesbühne Hannover, gewonnen werden. „Als gebürtiger Hannoveraner und ehemaliger Landesbühnen-Intendant bringe ich einen hohen Grad an Identifikation und Begeisterung mit für dieses spannende Projekt an dieser einzigartigen und beeindruckenden Location des Wietzer Ölfeldes, ein Projekt, das einem bedeutsamen Zeitabschnitt niedersächsischer Geschichte gewidmet ist und dazu beitragen sollte, den ihm gebührenden Stellenwert in der öffentlichen Beachtung zu verschaffen“, beschreibt er sein Engagement.
Die Uraufführung wird am 19. Mai sein. Karten gibt es ab sofort im Deutschen Erdölmuseum, bei der Theaterkasse des Schlosstheaters, online und ab Mitte März auch bei der Gemeinde Wietze.
Termine:
19.5. | 26.5. | 1.6. | 2.6.| 8.6. | 9.6. | 15.6. | 16.6. | 22.6.2018, jeweils 19.30 Uhr
Karten:
Gibt es im Deutschen Erdölmuseum Wietze, bei der Theaterkasse Am Markt 18, (Mo – Fr 10.00 – 17.00 Uhr, Sa 10.00 – 13.00 Uhr), Tel.: 05141 / 90508-75/76, E-Mail: karten@schlosstheater-celle.de. Sowie ab Mitte März auch bei der Gemeinde Wietze (Rathaus und Aussenstelle in der Industriestraße, Wietze).
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Über das Schlosstheater Celle
Das Schlosstheater Celle ist Europas ältestes regelmäßig bespieltes Barocktheater mit festem Ensemble. Drei Spielstätten im Schloss (Hauptbühne und die zwei Studiobühnen Malersaal und Turmbühne) sowie die Halle 19 auf dem Gelände der CD-Kaserne bieten pro Spielzeit über 20 Neuinszenierungen der Gegenwartsdramatik, von Klassikern, Film- und Romanbearbeitungen, Stückentwicklungen und musikalischen Werken sowie Produktionen im Kinder- und Jugendtheater. Das Profil des Schlosstheaters wird durch eine Kammermusikkonzertreihe sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm abgerundet. ➔ schlosstheater-celle.de
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