Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Leben wie die Indianer im Walderlebnis Ehrhorn

Am 6. und 7. August 2019 haben das Waldpädagogikzentrum (WPZ) Lüneburger Heide und der Verein Tipi-Pfade e.V. in den Wäldern des Niedersächsischen Forstamtes Sellhorn für Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren angeboten.

Indianerzelte - sogenannte Tipis - auf einer Waldlichtung   (Foto: Verein Tipi Pfade e.V.)
Indianerzelte – sogenannte Tipis – auf einer Waldlichtung
(Foto: Verein Tipi Pfade e.V.)

Die Häuptlinge des Vereins Tipi-Pfade e.V. freuen sich darüber, dass an den beiden Tagen 40 Kinder dem Aufruf zum indianischen Treffen, dem Powwow, in Ehrhorn gefolgt sind. Die drei Häuptlinge, Jens Kalle, Olaf Bülk und Wilfried Stüben haben für die kleinen Nachwuchsindianer ein buntes Programm in Anlehnung an das Leben der nordamerikanischen Prärieindianer vorbereitet.

Jens Kalle im Tipi, er erklärt die indianischen Artefakte. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)
Jens Kalle im Tipi, er erklärt die indianischen Artefakte.
(Foto: Niedersächsische Landesforsten)

Auf dem Gelände des WPZ wurde ein großes Wohntipi mit zentraler Feuerstelle aufgebaut. Das Tipi war ausgestattet mit allerlei indianischen Artefakten, wie Kleidung, Werkzeugen und Waffen, die zum Leben der Indianer dazugehören. Selbst das typische Brennmaterial, getrockneter Bisonkot durfte nicht fehlen, um zu verdeutlichen wie die Prärieindianer gelebt haben. Im Tipi traf sich die Sippe zum gemütlichen Beisammensein, zum Besprechen und Geschichtenerzählen.

Austoben konnten sich die kleinen „Indianerkinder“ beim Doppelball, einem typischen Spiel der amerikanischen Ureinwohner. Dabei werden zwei mit einem Strick verbundene tennisballgroße Bälle mit einem einfachen Stock hin und her geschleudert. Die gegnerischen Mannschaften versuchen den Ball gegenseitig abzujagen. Das Spiel erfordert viel Geschicklichkeit und Anstrengung.

Die Indianer-Sippe beim Aufbruch zum Scouten vor dem Tipi.  (Foto: Niedersächsische Landesforsten)
Die Indianer-Sippe beim Aufbruch zum Scouten vor dem Tipi.
(Foto: Niedersächsische Landesforsten)

Etwas ruhiger ging es dann beim Bogenschießen zu und beim Scouten wurde die Umgebung des Indianlagers mit allen waldtypischen Naturerscheinungen erkundet. Um sich für die Herausforderungen der Tipi-Tage zu stärken wurde gemeinsam am Lagerfeuer gekocht.

Olaf Bülk, einer der Häuptlinge erklärt: „Wir versuchen den Teilnehmern an den Tipi-Tagen einen möglichst tiefen Einblick in das indianische Leben zu geben. Wir haben an diesen beiden Tagen nicht hier übernachtet. Wer aber daran Spaß hat, kann das im Rahmen unserer Tipi-Camps immer in den Sommerferien in Wolthausen bei Celle erleben“.

Hintergrund:

Die Niedersächsischen Landesforsten betreiben in Niedersachsen landesweit elf Waldpädagogikzentren in denen waldbezogene Umweltbildung angeboten wird. Die WPZ arbeiten dabei eng mit freiberuflich arbeitenden zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen zusammen.

Informationen zum WPZ Lüneburger Heide, Veranstaltungen sowie Kontaktdaten finden Sie im Internet unter:


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