
Mathias Pantelmann, Armin Hirt, Reinhold Bode, Heinrich Richter, Moritz Groothoff,
Kathrin Soltau, Albert Homann, Werner Rademacher, Mareile Kleemann
© Naturpark Lüneburger Heide
Mit dem EU-geförderten LEADER-Projekt ➔ „Dialog Kutsche“ haben Grundeigentümer, Kutscher, Naturschützer, Touristiker, Vertreter aus Kommunen und Landkreisen sowie viele Interessierte ein Kutschtrassennetz für das Kerngebiet des Naturparks Lüneburger Heide entworfen.
Ziel dieses Wegenetzes ist ein attraktives, vielseitiges und angemessenes Angebot für die Kutscher und damit selbstverständlich auch für alle Gäste in der Region zu entwickeln. Nun fand die erste Trassenschau im Gelände statt. Elf Vertreter der beteiligten Akteursgruppen trafen sich, um die ersten Kutschwege in Undeloh und Handeloh vor Ort in Augenschein zu nehmen.
Dabei wurden die Attraktivität, die vielschichtigen und zum Teil konkurrierenden Nutzungen der Wege, die Nutzungsintensität, die Wegequalität, das Lichtraumprofil, die Parallelwege und Nutzungen und mögliche Pflegemaßnahmen lebhaft diskutiert.
Der erste Stopp führte die Mitglieder der Trassenschau auf den Puterweg, der durch die Gemeinde Undeloh ganz aktuell mit LEADER-Mittel hergerichtet wurde. Mit Kartoffelsteinen und standortgemäßer Heidemischung zieht sich der Weg leicht mäandernd von der K 27 in Richtung Süden. Alle Teilnehmer sind sich einig, dass der Weg als Vorbild fungieren kann, da diese Form des Wegebaus perfekt in die Region passt und den Ansprüchen vieler gerecht wird.
„Eine große Herausforderung für alle Wege, die hier im Kerngebiet des Naturparks für die Freizeitnutzung bereitgestellt werden, ist, dass diese eine gute Qualität haben und angemessen genutzt werden, um die Qualität zu halten“, erläutert Naturparkgeschäftsführerin Hilke Feddersen. „Die Herausforderung ist groß, da es sehr viele und sehr viele unterschiedliche Nutzer – vom Wanderer, Radfahrer, Reiter, Kutscher, etc. bis zur Land- und Forstwirtschaft gibt. Die Ansprüche und die Vereinbarkeit aller Interessen passen nicht immer, so harmonieren Kutschen und Reiter nicht bedingungslos auf einen Weg“, führt Feddersen aus. „Vor diesem Hintergrund sind wir auf ein sehr respektvolles Verhalten und gutes Miteinander Aller angewiesen.“
In den kommenden Monaten werden alle Wege, die im Rahmen des „Dialog Kutsche“ ermittelt wurden, unter die Lupe genommen, um so im Herbst mit der Weiterführung des Projektes konkrete Maßnahmen und Vereinbarungen zu treffen.
Weitere Infos unter ➔ www.naturpark-lueneburger-heide.de
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