
Foto: Wolfgang Böning
„Gern mache ich auf den Fotos den Stolz und die Würde von kleinen Tieren sichtbar“, sagt der Fotograf mit der Vorliebe für das ganz Kleine, für das scheinbar Unscheinbare. Wolfgang Böning ist Fotograf aus Leidenschaft.
Schon mit neun Jahren begann er, auf einen Fotoapparat zu sparen, um dem Vorbild des Vaters folgen zu können, der selbst begeisterter Fotograf war. Zweieinhalb Jahre dauerte es, bis Wolfgang Böning endlich den ersehnten Apparat, eine Box für Rollfilm mit zwei Belichtungszeiten, in Händen hielt.
Im Laufe seines Lebens haben die Apparate gewechselt, sind mit der Zeit gehend moderner geworden und der Rollfilm wurde durch die digitale Aufnahme abgelöst. Technische Verbesserungen der Ausstattung brachten aber für ihn nicht nur eine Verbesserung der Fotoqualität, sondern erschlossen ihm eine ganz neue Welt in der Naturfotografie.
Dazu trugen auch vor etlichen Jahren die geschenkten Blumensamen einer NABU-Gruppe bei. Die fertige Sommerwiese wurde fotografiert und der Gruppe farbig und in Großaufnahmen vorgeführt. Für Wolfgang Böning die Gelegenheit dazuzulernen, Fehler abzustellen und die Möglichkeiten der eigenen Ausstattung für einen Schärfebereich von manchmal nur 2 – 3 mm zu hinterfragen.
Mit einer Vollformat-Spiegelreflex-Kamera, Stativ und Makro-Objektiv macht er sich heute auf die Jagd nach den Winzlingen in der Natur.

Foto: Wolfgang Böning
Lederwanzen … grüne Stinkwanzen … Essigfliegen …, Tierchen, an die man nicht gerade als Fotomotive denkt, füllen heute die digitalen Speicher seiner Kamera. Die vergrößerten Bilder lässt er in einem Bremer Fachbetrieb herstellen, der ihm die Möglichkeit gibt, auch schon mal mit verschiedenen Materialien zu experimentieren. So hat er außer auf verschiedenartigem Fotopapier auch schon Versuche auf Alu-Bonds oder Leinwand gemacht.
Bilder, die ihm gefallen, probiert er in der Regel erst einmal auf 30 x 45 cm Papier aus. „Es fasziniert mich, wenn eine Wanze, die real ca. 1,6 cm groß ist, plötzlich auf fast 40 cm porentief zu bestaunen ist“, bemerkt Wolfgang Böning zu seinen Motiven.
Gelegenheit, Bilder aus der Natur und Bilder dieser winzigen Lebewesen zu bestaunen, bietet die Ausstellung in der Propsteihalle des ➔ Klosters Ebstorf, Kirchplatz 10, 29574 Ebstorf vom 20. Juni bis zum 9. August 2015.
Eröffnet wird die Ausstellung am 20. Juni 2015 um 15.00 Uhr.
Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist von dienstags bis samstags von 10.00 – 17.00 Uhr und sonntags von 14.00 – 17.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei.
➔ Mehr Informationen über das Kloster Ebstorf
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