Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Tourismus und Naturpark engagieren sich gemeinsam für die Region

Jahrestreffen war interessant, lebhaft und wichtig

Akteure der Touristik und des Naturparks.  (Die Soltauer Kolleginnen fehlen auf dem Foto.) © Naturpark Lüneburger Heide
Akteure der Touristik und des Naturparks.
(Die Soltauer Kolleginnen fehlen auf dem Foto.)
© Naturpark Lüneburger Heide

Der Einladung zum jährlichen Treffen aller Touristikerinnen und Touristiker mit dem Team des Naturparks Lüneburger Heide folgten gestern 34 Akteure der Region. „Diese Treffen dienen dem Netzwerken, dem inhaltlichen Austausch und auch der Erarbeitung von gemeinsamen Aktionen und Projekten“ erläutert Naturpark Geschäftsführerin Hilke Feddersen. „Sie sind sehr informativ und wichtig für alle, denn der 1.070 km² große Naturpark Lüneburger Heide im Städtedreieck Buchholz, Soltau und Lüneburg hat für den Tourismus und die Naherholung eine große Bedeutung.“

„Wie wichtig sind Naturschutz und Landschaftspflege für den Tourismus in der Naturparkregion?“

Zum Auftakt des Treffens stand die Frage „Wie wichtig sind Naturschutz und Landschaftspflege für den Tourismus in der Naturparkregion?“ im Raum. „Natürlich kann es darauf keine Schwarz-Weiß-Antwort geben“ erläutert Feddersen, „aber aufgrund ihres direkten Kontaktes mit den Gästen und Leistungsträgern ist die Meinung der Touristikerinnen und Touristiker für unsere Naturparkarbeit ein wichtiges Feedback.“

Das Gros der anwesenden Tourismusexperten schätze ein, dass viele Gäste wegen der besonderen Natur und Landschaft kämen, doch vielen wahrscheinlich die notwendigen Aufwände und Regelungen sowie die Kosten für Schutz und Pflege nicht klar seien. Bei der Frage, wie wichtig Maßnahmen zum Schutz und der Pflege der Landschaft für die Leistungsträger vor Ort sei, betonten die Touristikerinnen und Touristiker der Region, dass Natur und Landschaft ein hohes Gut sei und für viele die Grundlage des Wirtschaftens ist.

Alle Teilnehmer des Treffens waren sich einig, dass die kontinuierliche Sensibilisierung der Gäste und Hiesigen für die außergewöhnliche Kulturlandschaft Lüneburger Heide sowie die Bedeutung aller notwendigen Maßnahmen auf für die Zukunft eine wichtige Aufgabe bleibt. Diese Einschätzung leitete dann gut in die aktuelle tourismusrelevante Projektarbeit des Naturpark-Trägervereins über.

Arbeitsbereich der Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung

In den kommenden Monaten erstellt der Verein Naturparkregion Lüneburger Heide e.V. einen Plan für den Arbeitsbereich der Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Region. Ziel der Maßnahme ist es u. a., die vielen bereits vorhandenen Bildungs- und Informationsangebote, von der Gästeführung bis zum Ausstellungshaus und Erlebnispfad, sichtbarer -und so Schulen, Hiesigen und Gästen das Angebot leichter zugänglich zu machen. Auch soll in den Plan aufgenommen werden, ob vorhandene Bildungsangebote weiter qualifiziert oder noch ergänzende Angebote kreiert werden sollen. Interessierte und Bildungsakteure können sich gerne an simon.hagmann@naturpark-lueneburger-heide.de, Telefon: +49 4171 6939786 wenden.

Heide-Shuttle-Saison 2019

Natürlich wurde an dem Treffen auch über die Heide-Shuttle-Saison 2019 beraten und die weitere Qualifizierung dieses Angebotes besprochen. Ab dem 15. Juli werden die vier Heide-Shuttle Busse wieder ihre Kreise durch die Naturparkregion ziehen und ergänzend wird der Lüneburger HeideRadbus zwischen Lüneburg und Döhle an den Wochenenden pendeln

Dialog Kutsche 2.0

Die Weiterführung des Dialog Kutsche 2.0 und die Bedeutung des aufwendigen Kommunikationsprozesses zwischen der großen Gruppe der Beteiligten waren Thema des Treffens. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Kutschen auch in einer sich digitalisierenden Tourismusbranche ein starkes Zugpferd in der Naturparkregion bleiben.

Projekt Naturparkhaus Lüneburger Heide

Viel zu kurz kam das aktuellste Projekt der Region, das Naturparkhaus Lüneburger Heide. Der Impuls für ein Naturparkhaus oder Besucherzentrum war aus den Reihen des Vorstands gekommen. „Wie in vielen Parks auf der ganzen Welt könnte es auch in der Lüneburger Heide ein innovatives Informationsangebot zur Naturparkregion geben“, erklärt Feddersen.

Mit einer Studie zur Umsetzung des Vorhabens wird in Kürze im Rahmen eines LEADER-Projektes begonnen. Die Fragen darin: Was sollte das Ausstellung- oder Informationshaus leisten? Welche Inhalte sollten den Gästen vermittelt werden? Wie digital oder virtuell könnte das Naturparkhaus sein? Oder wie soll es die vielen vorhandenen Angebote der Region verknüpfen? „Zu all diesen Fragen werden wir in den kommenden Monaten gemeinsam mit Ihnen und Akteuren der Region Antworten suchen“, erläuterte Feddersen und schloss damit das jährliche Treffen.


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