Immer mehr Geierarten sind vom Aussterben bedroht. Daran erinnert seit 2009 der internationale Tag zur Erhaltung der Geier.
Die Biologen und Tierpfleger des Weltvogelparks Walsrode tragen zum einen seit mehreren Jahrzehnten durch Zucht und Aufklärung aktiv zur Arterhaltung bei. Zum anderen werden die Besucher mit der Integration von Geiern in verschiedenen Shows für die Schutzbedürftigkeit der Geier sensibilisiert.

Foto: Weltvogelpark Walsrode
Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten und allen Kontinenten ist der Weltvogelpark Walsrode nicht nur der größte Vogelpark der Welt, er ist auch Heimat von derzeit sieben verschiedenen Geierarten.
Einige davon, wie zum Beispiel der Sperbergeier, der Wollkopfgeier oder der Bartgeier, befinden sich auf der Liste der bedrohten Arten oder auf der sogenannten Vorwarnliste. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf Wilderei und den Einsatz des entzündungshemmenden Diclofenac bei Nutztieren. Diclofenac wird von Geiern durch das Fressen von verendeten Tieren aufgenommen und führt oftmals zu Nierenversagen und damit zu einem sicheren Tod.

Foto: Weltvogelpark Walsrode
Seit 2009 erinnert der erste Samstag im September daran, wie wichtig und gefährdet die „Reinigungskolonne der Tierwelt“ für unseren Planeten ist. So verhindert die schnelle Beseitigung von Aas durch Geier die Verbreitung von Krankheiten oder gar Epidemien.
„Ein Aussterben dieser faszinierenden Tiere hätte massiven Einfluss auf unser Ökosystem und somit auch auf den Menschen. Was kaum jemand weiß – auch in Europa und sogar in Deutschland leben Geier in freier Wildbahn. Allerdings immer weniger. Es ist uns wichtig, die Menschen dafür zu sensibilisieren und unseren Teil zur Arterhaltung beizutragen. Wenn unsere Andenkondore im Rahmen der Flugshow ihre Spannweite präsentieren und unser Gänsegeier Günther über die Köpfe der Besucher gleitet, hat das etwas sehr Majestätisches“, verrät Sonja Buchhop, Pressesprecherin des Weltvogelparks.
Der Weltvogelpark Walsrode gilt seit 1962 als eine der bedeutendsten Institutionen auf dem Gebiet der Haltung und Nachzucht bedrohter Vogelarten sowohl in menschlicher Obhut vor Ort als auch über die Weltvogelpark Stiftung in den Ursprungsländern.
Über den Weltvogelpark Walsrode
In der Lüneburger Heide, im Dreieck zwischen Hannover, Bremen und Hamburg, liegt der Weltvogelpark Walsrode, der größte Vogelpark der Welt.
Der Park beherbergt insgesamt rund 4.000 Vögel aus 650 verschiedenen Arten in einer 24 Hektar großen Garten- und Erlebnislandschaft. Besucher erleben spektakuläre Flugshows, Schaufütterungen, Vogelbabys und faszinierende Indoorattraktionen. Zudem sind sie eingeladen, spannende Themenhäuser, exotische Freiflughallen und artenreiche Vogelvolieren zu entdecken.
Zwischendurch laden 320 Sitzbänke zum Entspannen und Genießen ein. Liebevoll angelegte Beete, großzügige Teichanlagen und exotische Pflanzen entführen einen in eine andere Welt – einfach mal die Seele baumeln lassen und den Alltag links liegen lassen. Der magische Zauber unzähliger Baum- und Blumenarten bildet eine bunte und sich ständig verändernde Kulisse.
Für die kleinen Besucher gibt es tolle Spielplätze und für die Erwachsenen kostenlose Parkplätze.
Zwei Restaurants und zahlreiche Imbisse und Eiswagen laden für den kleinen und großen Hunger zwischendurch ein. Das gesamte Areal ist behindertengerecht gestaltet. Wird ein Rollstuhl benötigt, kann er bei vorheriger Anmeldung kostenlos ausgeliehen werden.
Da Hunde in den Park nicht mitgenommen werden dürfen, gibt es zusätzlich eine kostenlose Unterbringung für die Vierbeiner.
Der Weltvogelpark öffnet vom 18. März bis 30. Oktober 2016 täglich ab 10.00 Uhr.
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