Über drei Monate wird die Wanderausstellung „Erlebnis Grünes Band“ des Trägerverbundes Burg Lenzen in den Räumen des Archezentrums Amt Neuhaus zu sehen sein.

Foto: Klaus Leidorf; Trägerverbund Burg Lenzen e.V.
2019 jährt sich die Öffnung der deutsch-deutschen Grenze zum dreißigsten Mal. Anlass und Motivation für das Archezentrum Amt Neuhaus sich dem Thema im Rahmen einer Sonderausstellung zu widmen.
Einblick in Natur und Geschichte des Grünen Bandes
„Erlebnis Grünes Band“ vermittelt einen umfassenden Einblick in Natur und Geschichte des heutigen Grünen Bandes. Markante historische Ereignisse der „Wendezeit“ in Deutschland und Europa wecken eigene Erinnerungen an das Jahr 1989. Seither hat sich die ehemalige Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik, die sich auf fast 1.400 km durch Deutschland zieht, zum größten zusammenhängenden Biotopverbund in Deutschland entwickelt.
Beeindruckende Filmaufnahmen, Zitate und Einblicke in einige typische Lebensräume belegen die herausragende Bedeutung des Grünen Bandes als Nationales Naturerbe. Nicht weniger beeindruckend ist die europäische Dimension: Auf 12.500 km Länge und durch 23 Staaten zieht sich das Grüne Band entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs durch Europa. Die Ausstellung zeigt die enorme Vielfalt an Naturräumen und stellt einige besonders beeindruckende Tierarten vor.
Leben und Alltag im Sperrgebiet
Aber auch die bittere Seite der Grenze hat ihren Platz in der Ausstellung bekommen. Bilder und Zeitzeugen berichten auf authentische Weise über Leben und Alltag im Sperrgebiet. Begleitet wird die Sonderausstellung von einer Auswahl Fotografien von Peter Schanz, die im Rahmen seiner mehrwöchigen Wanderung entlang des Grünen Bandes entstanden.
Austausch über das Thema Grenze an drei Abenden
„Wir freuen uns, dass diese Ausstellung nun erstmalig auch im Amt Neuhaus zu sehen sein wird“, sagt Holger Belz vom Archezentrum Amt Neuhaus. „An drei Abenden wollen wir aber zudem die Menschen aus der Region einladen, sich über das Thema Grenze auszutauschen.“
Bernd Borchers, der Ortschronist aus Malliß, startet am 24. April mit einem Film- und Erzählabend, bei dem er seine 16mm-Erinnerungen aus der Wendezeit auf die Leinwand bringt.
Der Autor Peter Schanz macht am 23. Mai Station im Archezentrum, wenn er sich insbesondere den Kapiteln Rüterberg und Amt Neuhaus seines Buches „Mitten durchs Land“ widmet. 2008 wanderte er 1.400 Kilometer entlang des Grünen Bandes von Süd nach Nord.
Die dritte Veranstaltung am 25. Juni richtet sich an junge Menschen, wenn die Autoren Karin Toben die Frage stellt „Wie viel Osten steckt in Dir“. „Denn bei den vielen Berichten über die Wendezeit und der Wiedervereinigung kommt die junge Generation, die die DDR nicht mehr selbst erlebt hat, nur selten zu Wort“, merkt Holger Belz an.
Bis zum 30. Juni wird die Sonderausstellung „Erlebnis Grünes Band“ im Archezentrum zu sehen sein. Zur Eröffnung am 17. März um 11:00 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Schulklassen können sich gerne für Sonderführungen zum Thema anmelden.
Sonderausstellung „Erlebnis Grünes Band“ im Archezentrum Amt Neuhaus
vom 17. März bis zum 30. Juni 2019
Dienstag bis Sonntag 11:00 bis16:00 Uhr
Eintritt frei
Eröffnungsfeier am 17. März 2019 um 11:00 Uhr
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