Vom 8. April bis 5. Juni 2017 zeigt die Hamburger Malerin Hanna Malzahn im ➔ Kloster Ebstorf Arbeiten einer umfangreichen Serie zum Thema „Orte”.

Gemälde von Hanna Malzahn
Die aktuellen Bilder sind charakteristisch in direkten, reinbunten Farben, leuchtenden Zwischentönungen und auch Schwarz-Trübungen kommen vor (Nachtleben). Dynamische Kräfte werden in brisanter Bewegung, aus ungewöhnlichen Blickwinkeln und Ausschnitten (wie bei den Brücken-Bildern) in Szene gesetzt. Die Malerin verbindet dabei ihre Malerei mit Elementen der Druckgrafik, der Illustration und der Collage.

Gemälde von Hanna Malzahn
In ihren Bildideen lässt sie die Grenze zwischen Realität und Fiktion nahezu verschwimmen. Von der eigentlich statisch-kubistischen Reihung und Schichtung lösen sich die Architekturelemente, ohne das Gegenständliche ganz zu verlieren. Lasierungen verunklären die Fundamente, der Grund scheint oft gläsern und diffus, alles wirkt wie im Schwebemodus, als Wunschbilder einer heiteren und durchaus technikbewußten Auffassung von Stadt-Haus-Land-Fluss. Interessant ist, dass Spuren und Ergebnisse menschlichen Handelns wahrnehmbar sind, aber vom Menschen selbst keine Darstellung zu finden ist.
Die von der Künstlerin gewählten Themen geben Denkanstöße. So wird das Wasser des Flusses mittels Brückenkonstruktion zur Verbindung der Welten miteinander, kann nutzbringend und ein großer Wirtschaftsfaktor sein, aber auch verheerende Naturgewalten entfesseln und menschliches Streben zunichtemachen.
Die Malerin und Illustratorin Hanna Malzahn
Die heute freischaffende Malerin und Illustratorin ist in Hamburg geboren, aufgewachsen, dort wohnhaft und freiberuflich tätig. In ihrer zurückliegenden Berufszeit arbeitete sie als Mode- und Textil-Designerin, Kunsttherapeutin, Kunstgeschichtlerin und Pädagogin in der Berufsschul- und Lehrerausbildung, startete dann aber seit 2009 mit dem eigenen Atelier so richtig künstlerisch durch.
Das Thema Architektur-Landschaft kristallisiert sich seit längerem in ihren Arbeiten heraus, am Anfang standen die spielerischen Baukasten-Städte aus leuchtend reinbunten geometrischen Formen, über- und ineinander geschachtelte Phantasieorte, die aus orthogonalen Rasterfeldern entstanden zu sein scheinen und in ihrer Harmonie an Werke der Expressionisten erinnern. Mit diesen fröhlichen Arbeiten ist Hanna Malzahn bekannt geworden. Sie ist Mitglied im BBK Hamburg und in der GEDOK Hamburg. Hanna Malzahn hat bisher überwiegend im norddeutschen Raum ausgestellt.

Gemälde von Hanna Malzahn
Ausstellung vom 8. April bis 5. Juni 2017
Die Ausstellungseröffnung für „So nah … so fern“ ist am Sonnabend, dem 8. April 2017 um 15.00 Uhr in der Propsteihalle des Klosters Ebstorf. Die Laudatio hält die Hamburger Künstlerin Ele Runge. Musikalisch wird die Eröffnung begleitet durch Katharina und Klaus Hempel (Gitarre)
Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung ist vom 8. April bis zum 5. Juni 2017 von Dienstag bis Samstag von 10.00 Uhr bis 17 00 Uhr und Sonntag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr in der Propsteihalle von Kloster Ebstorf zu sehen.
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