Am Dienstag, dem 21. und Mittwoch, dem 22. Februar 2017, schließt das Bachmann-Museum Bremervörde seine Dauerausstellung für Besucher. Grund sind Untersuchungen an den seltenen und empfindlichen moor-archäologischen Funden, die dort ausgestellt sind. Die Museumsverwaltung ist an diesen beiden Tagen wie üblich erreichbar.

© Bachmann-Museum Bremervörde
Die archäologischen Moorfunde gehören zu den Highlights der Dauerausstellung im Bachmann-Museum Bremervörde. Sie wurden während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beim Torfstechen in den Mooren um Bremervörde gefunden. Der Heimatforscher und Museumsgründer August Bachmann bewahrte sie für seine Sammlung und das Museum.
Seltene moorarchäologische Funde
Das bekannteste Objekt ist das hölzerne Scheibenrad aus der Moorenge von Gnarrenburg-Karlshöfen, das mit einem Alter von 4.600 Jahren zu den ältesten Rädern Nordwesteuropas zählt. Neben dieser Berühmtheit befinden sich noch 26 weitere moorarchäologische Funde in der Sammlung des Museums, die meisten von ihnen sind in der Dauerausstellung zu sehen. Dieser seltenen Gruppe archäologischer Funde widmet das Bachmann-Museum Bremervörde in diesem Jahr seine besondere Aufmerksamkeit.
Unterstützt wird das Museum dabei vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Hannover. In einem ersten Schritt untersuchen im Februar die Referatsleiterin Restaurierung in der Archäologie, Monika Lehmann zusammen mit der Restauratorin Dorte Schaarschmidt M.A. und die Referentin für Moor- und Feuchtbodenarchäologie, Dr. Marion Heumüller, alle Objekte.
Konzept für Restaurierung und wissenschaftliche Untersuchung
Zusammen mit diesen Spezialistinnen für Moorfunde entwickelt das Museum ein Konzept für die zukünftige Restaurierung und Aufbewahrung dieser Objekte. Dabei soll auch überlegt werden, mit welchen Möglichkeiten die Funde weitergehend wissenschaftlich untersucht werden könnten. Denn mit Ausnahme des berühmten Scheibenrades fehlen bei fast allen Moorfunden bislang wichtige Erkenntnisse, zum Beispiel über das Alter der Objekte.
Um die empfindlichen Moorfunde bei diesen ersten Untersuchungen so wenig wie möglich zu bewegen, arbeitet das Team aus Hannover direkt vor Ort in den Räumen der Dauerausstellung.
Ab Donnerstag, den 24. Februar 2017 öffnet die Ausstellung wieder zu den gewohnten Zeiten, Dienstag bis Freitag von 9.00 – 12.00 Uhr und Dienstag bis Sonntag von 14.00 – 17.00 Uhr.
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