Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Love is in the Air: Mit lautem Gezwitscher läuten Singvögel allerorten die Balzzeit ein

Die Tage werden wieder etwas länger, und viele Vögel bekommen deutliche Frühlingsgefühle: Spätestens zum Valentinstag ist rund um die Zeit des Sonnenaufgangs die Luft mit Vogelgesang erfüllt.

Jetzt erklingt auch der Gesang des Rotkehlchens wieder. Foto: Weltvogelpark Walsrode
Jetzt erklingt der Gesang des Rotkehlchens wieder.
Foto: Weltvogelpark Walsrode

Im Weltvogelpark sogar gleich doppelt: Dort zwitschern nämlich nicht nur die einheimischen Vögel in der naturnahen Parkkulisse munter drauflos, auch ihre exotischen Artgenossen stimmen mit ein. In einem wahren Konzert werben die verschiedenen Vogelarten um die Gunst der Weibchen. Und: Bald wird auch wieder geklappert. In den nächsten Tagen werden die ersten Störche zurückerwartet, um die Nester für die Weibchen vorzubereiten.

Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten und von allen Kontinenten ist der Weltvogelpark Walsrode nicht nur der größte Vogelpark der Welt. Hier treffen heimische Vogelarten wie Rotkehlchen und Blaumeisen auf exotische Vertreter der Vogelwelt. Und das wird besonders in den Wochen vor Frühlingsanfang besonders musikalisch.

Hier in der Region hört man nicht nur Amsel und Co, es hallen auch die Balzschreie des Seeadlers über die Südheide. Es gibt hier seit Jahren bereits wieder mehrere Adlerpaare, deren Rufe ab Mitte Februar zu hören sind, bevor dann im März die Brutzeit beginnt.

Der ursprünglich in Australien beheimatete "Lachende Hans" wird auch "Buschmannsuhr" genannt. Foto: Weltvogelpark Walsrode
Der ursprünglich in Australien beheimatete „Lachende Hans“ wird auch „Buschmannsuhr“ genannt.
Foto: Weltvogelpark Walsrode

Einen besonders außergewöhnlichen Ruf hat der in Australien beheimatete Lachende Hans, eine Art aus der Eisvogelfamilie. Sein markantes Gelächter ist morgens und abends zu hören und dient hauptsächlich der Revierabgrenzung. In Australien wird der Lachende Hans auch als „Buschmannsuhr“ bezeichnet. Buschvölker haben keine Uhren und verlassen sich zum Sonnenauf- und -untergang auf den Ruf des Vogels.

Heimische Singvögel

Sobald im Frühjahr die Tage wieder länger werden, sind auch die heimischen Singvögel wieder aktiver. Stimmen, die auch den Stadtmenschen liebevoll vertraut sind. Der Gesang der Amseln ist bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang im Februar zu hören. Nur wenig später steigt das Rotkehlchen mit ein, gefolgt von Kohl- und Blaumeise.

Der europäische Star ist mittlerweile vielerorts ganzjährig in Deutschland heimisch.  Foto: Weltvogelpark Walsrode
Der europäische Star ist mittlerweile vielerorts ganzjährig in Deutschland heimisch.
Foto: Weltvogelpark Walsrode

Der europäische Star ist, mittlerweile vielerorts, auch ganzjährig in Deutschland heimisch und zwitschert hier im Frühling munter drauflos. So entsteht im Februar oft ein wahres Konzert in Gärten, Parks und allen anderen großen und kleinen grünen Flecken in der Stadt mit dem romantischen Ziel, einen Partner für gemeinsamen Nachwuchs zu finden.

„Die Vögel merken, dass die Tage langsam wieder länger werden“, erklärt Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks Walsrode. „Sie haben eine innere Uhr, nach der sie sich richten. Die Amsel ist besonders früh dran und beginnt schon zu zwitschern, wenn die ersten Sonnenstrahlen zu erahnen sind.“ Das Gezwitscher der verschiedenen Vögel hat nicht nur den Zweck, Weibchen zu beeindrucken, sondern vor allem auch, das Revier zu verteidigen.

Meister Adebar kehrt zurück

Die männlichen Störche kehren aus ihrem Winterquartier wieder in den Park zurück und bereiten das Nest für ihre Weibchen vor.

Die männlichen Störche bereiten das Nest für ihre Weibchen vor. Foto: Weltvogelpark Walsrode
Die männlichen Störche bereiten das Nest für ihre Weibchen vor.
Foto: Weltvogelpark Walsrode

„Seit 15 Jahren kehrt der erste Storch immer um die gleiche Zeit zurück und kündigt damit auch die Rückkehr vieler weiterer Störche an“, erklärt Ehrhardt. „Nach dieser langen Zeit ist seine Rückkehr zu einem besonderen Ereignis geworden. Insbesondere die Tierpfleger fiebern seiner Rückkehr regelrecht entgegen. Die Rückkehr der Störche hat dieses Jahr eine ganz besondere Bedeutung für uns, da es in der kommenden Saison eine Mitmachfütterung der Störche unserer Weißstorchanlage geben wird, bei der die Besucher die Tiere hautnah erleben können.“

Das Vogelgezwitscher und die Storchenfütterung können die Besucher ab dem 23. März 2019 im Weltvogelpark erleben, wenn die Tore für die neue Saison geöffnet werden.

Über den Weltvogelpark Walsrode

In der Lüneburger Heide, im Dreieck zwischen Hannover, Bremen und Hamburg, liegt der Weltvogelpark Walsrode, der größte Vogelpark der Welt. Der Park beherbergt Tausende Vögel aus 650 verschiedenen Arten und allen Kontinenten in einer 24 Hektar großen Garten- und Erlebnislandschaft.

Besucher erleben spektakuläre Flugshows, Mitmachfütterungen, Vogelbabys und faszinierende Indoorattraktionen. Zudem sind sie eingeladen, spannende Themenhäuser, exotische Freiflughallen und artenreiche Vogelvolieren zu entdecken.

Blühender Rhododendron im Weltvogelpark Walsrode

Zwischendurch laden 320 Sitzbänke zum Entspannen und Genießen ein. Liebevoll angelegte Beete, großzügige Teichanlagen und exotische Pflanzen entführen zusätzlich in eine andere Welt – einfach mal die Seele baumeln lassen und den Alltag links liegen lassen. Der magische Zauber unzähliger Baum- und Blumenarten bildet eine bunte und sich ständig verändernde Kulisse.

Für die kleinen Besucher gibt es tolle Spielplätze und für die Erwachsenen kostenlose Parkplätze. Ein Restaurant, Imbisse und Eiswagen laden für den kleinen und großen Hunger zwischendurch ein.

Das gesamte Areal ist behindertengerecht gestaltet. Wird ein Rollstuhl benötigt, kann er bei vorheriger Anmeldung kostenlos ausgeliehen werden.

Da Hunde in den Park nicht mitgenommen werden dürfen, gibt es zusätzlich eine kostenlose Unterbringung für die Vierbeiner.

Der Weltvogelpark öffnet am 23. März 2019 ab 10.00 Uhr seine Türen zur neuen Saison. Mehr Info: .


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