Stillgelegte Industrieanlagen mit zugewucherten Produktionshallen, verrosteten Maschinen und abblätterndem Putz sind Orte mit einem ganz besonderen Charme, dem sich die Meeresbiologin Antje Kakuschke nicht entziehen kann.
Seit ihrer Jugend begeistert sie sich für Fotografie, nicht zuletzt motiviert durch ihren Großvater, den Dresdner Maler und Grafiker Alfred Hesse (1904 – 1988). Den Landschaftsmaler führten Auftragsarbeiten des Öfteren in volkseigene Betriebe (VEBs) und landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPGs). So vermittelte er seiner Enkelin bei zahlreichen gemeinsamen Ausflügen nicht nur den Blick für besondere Details oder außergewöhnliche Perspektiven in der Natur, sondern auch den Sinn für die Architektur.
Während ihres Studiums der Biologie – bei dem man mit Zeichenstift und Kamera Pflanzen, Tiere und Landschaftsformen dokumentiert – verstärkte sich ihr Interesse an der Fotografie. In der Universitätsstadt Halle, deren Erscheinungsbild nach der deutschen Wiedervereinigung durch viel Leerstand geprägt war, wurden die verlassenen Industriekomplexe aus dem 19. und 20. Jahrhundert Ziel etlicher Fototouren.
Neben der Natur- und Tierfotografie, der Antje Kakuschke insbesondere als Lecturer auf Antarktisreisen nachgeht, gilt bis heute ihr fotografisches Interesse der Ästhetik des industriellen Verfalls. Nicht zuletzt, da diese „Zeitreisen“ sie immer wieder an Orte führen, die die gebürtige Dresdnerin aus ihrer Kindheit kennt.
Die Mehrzahl der in der Ausstellung gezeigten Fotos sind daher in ehemaligen VEBs entstanden, die als Zeugen einer bedeutenden industriellen Vergangenheit dem Verfall preisgegeben sind.
Nützliche Informationen
Eintritt:
5,00 € Erwachsene, ermäßigt 2,50 €.
Öffnungszeiten:
- März bis November
10.00 – 17.00 Uhr - Juli und August
10.00 – 18.00 Uhr - Einlass bis 1 Stunde vor Schließung
Anschrift:
Deutsches Erdölmuseum Wietze
Schwarzer Weg 7 – 9
29323 Wietze
Telefon: +49 5146 92340
Webseite: www.erdoelmuseum.de
Anfahrt:
Geokoordinaten: 52.660272, 9.8317243
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Nützliche Links:
➔ Veranstaltungen im Deutschen Erdölmuseum
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