Lokale Aktionsgruppe für die Naturparkregion Lüneburger Heide beschließt EU-Förderung von 160.000 Euro

Foto: Naturpark Lüneburger Heide
Der Weg zu einem nachhaltigeren Lebensstil besteht oft aus vielen kleinen Schritten und ist ein Lernprozess für jeden. So auch an den niedersächsischen Schulen, wo sich beispielsweise der Einsatz von Recyclingpapier oder der Schulweg mit dem Fahrrad schnell umsetzen – und damit leicht einige Tonnen CO2 im Jahr einsparen lassen. Wie das und was am besten für die Klassen funktioniert, sollen Schülerinnen und Schüler im Rahmen des EU-geförderten LEADER Projekts „Jugend gestaltet Zukunft in Niedersachsen“ entwickeln. Das Projekt ist eines von dreien, die aktuell in der LEADER Naturparkregion auf den Weg gebracht wurden.
Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Naturparkregion Lüneburger Heide hat bei ihrer jüngsten Sitzung in Soltau die Förderung des Projektes für die Jugendlichen sowie bauliche Maßnahmen für einen Kutschweg in Egestorf und den JesteBurg-Park in Jesteburg über das Programm LEADER beschlossen. Die Gesamtfördersumme mit EU-Mitteln für die drei Projekte beträgt etwas über 160.000 Euro.
Einstimmig befürwortete das LEADER Gremium die Bezuschussung des Jugendprojektes: „Jugend gestaltet Zukunft“ wurde durch das Institut für vernetztes Denken Bredeneek entwickelt. Es ist im Rahmen des LEADER Prozesses als Kooperationsprojekt im Städtedreieck Schwarmstedt, Winsen/Luhe, Uelzen geplant und beteiligt die LEADER-Regionen Hohe Heide, Achtern-Elbe-Diek, Vogelparkregion, Heideregion Uelzen und Aller-Leine-Tal. „Im Rahmen des EU-Projektes werden die Schülerinnen und Schüler Aktionen, Maßnahmen oder Konzepte erarbeiten, um ihre eigene Schule und ihr eigenes Handeln nachhaltiger zu gestalten“, erläutert Regionalmanagerin Hanna Fenske.
Da geht es vom Energiesparen über Müllreduktion oder nachhaltige Ernährung bis hin zum Ressourcenschutz, z. B. durch den pflegsamen Umgang mit Schulgebäuden und Inventar. Weitere Themenwochen sehen vor, dass die Schülerinnen und Schüler nachhaltige Mobilitätskonzepte für ihre Regionen oder grundsätzliche Ideen für ihre ressourcen- und umweltbewusste Heimatregionen entwickeln. Dabei gilt: Je konkreter, desto besser.
Auch das zweite Projekt erhielt das positive Votum der Lokalen Aktionsgruppe und damit die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch die EU: Die Kutschfahrt durch das Naturschutzgebiet gehört für viele Gäste und Einheimische unverzichtbar zum Heideausflug. Aktuell erschwert an vielen Stellen tiefer Sand das Befahren mit den Kutschen. Die Gemeinde Egestorf will mit der Unterstützung durch die EU-Mittel einen Weg im Naturschutzgebiet von Sudermühlen zum Radenbachtal herrichten.
Auch der JesteBurg-Park soll finanziell mit EU-Mitteln der Naturparkregion unterstützt werden. Es soll eine naturnahe Spiel-, Bewegungs- und Erholungslandschaft besonders für Kinder und Jugendliche an der Seeve entstehen. Der junge Verein hat tolle Pläne für ein attraktives Erlebnis auch mit vielen Spiel- und Fitnessangeboten zur Verbesserung der motorischen Fähigkeiten und der eigenen Körperwahrnehmung. Das neue Angebot soll weit über Jesteburg hinausstrahlen.
Die Lokale Aktionsgruppe (LAG)
Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) setzt sich aus knapp 40 Vertretern der Naturparkregion zwischen Soltau, Lüneburg und Buchholz zusammen. Darunter sind Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen sowie der Wirtschafts- und Sozialpartnerinnen und -partner, die gemeinsam Projekte auswählen und eine Förderung mit den EU-Mitteln beschließen.
Seit Januar 2016 hat die LAG mehr als 50 Vorhaben aus den Bereichen Klima-, Umwelt- und Naturschutz, Naturparkspezifische Wirtschaftsentwicklung und Demografische Entwicklung zur Förderung ausgewählt. Nach den aktuellen Beschlüssen stehen im Naturpark Lüneburger Heide noch rund 500.000 Euro EU-Mittel für regionale Projekte zur Verfügung. Die nächste Sitzung findet am 25. Februar 2020 statt. Für alle, die noch Ideen für regionale Projekte habenm gibt es weitere Infos zur LEADER-Naturparkregion Lüneburger Heide unter ➔ https://naturpark-lueneburger-heide.de/eu-foerderung-leader/ sowie bei Regionalmanagerin Hanna Fenske, Telefon: +49 4171 693145.
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