Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Biberpärchen findet neues Zuhause im Biosphaerium Elbtalaue

Ganz entspannt wechselt einer der beiden Biber aus der Transportkiste ins Netz, um anschließend gewogen zu werden (links Tierärztin Monika Doepmann, hinten Tierpfleger Sven Schulze).
Ganz entspannt wechselt einer der beiden Biber aus der Transportkiste ins Netz, um anschließend gewogen zu werden (links Tierärztin Monika Doepmann, hinten Tierpfleger Sven Schulze).

Vor dem Einzug in die Biberburg steht der Gang auf die Waage: Die Erfassung des Gewichtes ist im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung gerade bei Nagetieren eine wichtige Kennzahl. Die betreuende Tierärztin Monika Doepmann untersucht aber auch die Vitalfunktionen der beiden, das Aussehen des Fells, der Pfoten, Schwimmhäuten und Augen – alles wichtige Indizien, um den Zustand der Tiere zu beurteilen. „Beide Tiere machen einen gesunden und gut gepflegten Eindruck“, so Monika Doepmann am Ende ihrer Untersuchung. Dann geht es für die beiden Biber in ihr neues Zuhause im Biosphaerium Elbtalaue.

Biber aus dem Biosphaeriium Elbtalaue wird in die Elbtalaue ausgewildert
Bei der Auswilderung am Tag zuvor: Ein letzter Blick zurück, dann geht es ab in die Elbe

Nachdem im Herbst letzten Jahr ein Tier im Biosphaerium Elbtalaue nachweislich durch Fremdeinwirkung von außen verstarb, konnte nun der Tierwechsel im Biosphaerium Elbtalaue stattfinden. Zunächst wurde das verbleibende Tier in die Elbtalaue ausgewildert, mit dem heutigen Mittwoch sind dann die beiden neuen Tiere eingezogen.

Zur Verfügung gestellt wurden die zwei Jahre alten Biber vom Tierpark Olderdissen in Bielefeld. Dort wird zusammen mit ca. 90 weiteren Tierarten der Europäische Biber seit vielen Jahren gehalten. Das Biberpärchen, welches nun in Bleckede eingezogen ist, stammt aus der Bielefelder Nachzucht. Beide Einrichtungen, der Tierpark in Bielefeld wie das Biosphaerium Elbtalaue, sind auch über ihren Fachverband, die Deutsche Tierparkgesellschaft, miteinander verbunden.

Die Mitarbeiter wie auch die Besucher des Biosphaeriums in den letzten Monaten waren gleichermaßen betroffen, dass es Menschen gibt, die Tiere in menschlicher Obhut aus unerklärbaren Gründen vorsätzlich schädigen. „Umso mehr wünschen wir diesem Biberpärchen, dass es nun viele Jahre sicher und wohlbehalten sein Revier im Biosphaerium genießen kann“, so Andrea Schmidt, Geschäftsführerin des Biosphaeriums.

Das neue Biberpärchen im Biosphaerium Bleckede genießt das erste frische Grün im Biberbau.
Das erste Grün in der Biberburg des Biosphaeriums

Zur Begrüßung gab es die erste frische Weide direkt in der Biberhöhle, dem sogenannten Kessel. In Zukunft warten die frischen Gehölze dann in der großzügigen Biberanlage darauf, von den Bibern abgenagt zu werden. Eine der vielen Aufgaben für den Tierpfleger Sven Schulze, der auch die Elbfische in den Aquarien des Biosphaeriums betreut und froh ist, nun zwei neue Schützlinge in seiner Obhut zu haben.


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