Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Serengeti-Park Stiftung: Flaschenlamm „Flocke“ hat ein neues Zuhause

Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Leineschafen

Weil die Mutter von Leineschaf-Lamm Flocke nicht genug Milch hatte, wird sie mit der Flasche großgezogen. Foto: Serengeti-Park Stiftung
Weil die Mutter von Leineschaf-Lamm Flocke nicht genug Milch hatte, wird sie mit der Flasche großgezogen.
Foto: Serengeti-Park Stiftung

Die Serengeti-Park Stiftung, die seit Jahren den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Leineschafe unterstützt, hat allen Grund zur Freude.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ordentlich Nachwuchs: Vier Böcke und sechs Weibchen sind in den letzten vier Wochen geboren.

Für Lamm „Flocke“ hielt der Start ins Leben jedoch eine Herausforderung bereit: Bei Mutter „Helene“ reichte die Milch nicht für ihre beiden Lämmer. Schwester „Henriette“ setzte sich an der Zitze durch. Die kleine „Flocke“ wurde zusehends schwächer.

Flocke genießt die regelmäßigen Fütterungen. Foto: Serengeti-Park Stiftung
Flocke genießt die regelmäßigen Fütterungen.
Foto: Serengeti-Park Stiftung

Deshalb zog sie vier Tage nach der Geburt zu Tierarztfachangestellte Franziska Henn und Tierpfleger Christoph Flügel. Dort wird die Kleine nun mit der Flasche großgezogen. Die beiden haben selber eine Herde mit sieben Leineschafen, in die „Flocke“ integriert wird, wenn sie alt genug ist. Zurzeit genießt es das Lamm noch, regelmäßig gefüttert zu werden und mit den vier Hunden zu spielen.

Noch spielt Flocke am liebsten mit den Hunden ihrer Pflegeeltern. Wenn sie groß genug ist, wird sie in die Herde integriert.  Foto: Serengeti-Park Stiftung
Noch spielt Flocke am liebsten mit den Hunden ihrer Pflegeeltern.
Wenn sie groß genug ist, wird sie in die Herde integriert.
Foto: Serengeti-Park Stiftung

Erhaltungszucht Leineschaf:

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich ein dramatischer Wandel in der europäischen Landwirtschaft vollzogen. Viele früher gehaltene Nutz- und Haustierrassen in kleinbäuerlicher Haltung können heute nicht mehr genutzt und somit nicht zielgerichtet nach- oder weitergezüchtet werden. Dem folglichen Verlust der genetischen Vielfalt soll die Nachzucht bedrohter Haustierrassen entgegenwirken.

Flaschenlamm "Flocke" mag auch Zweige. Foto: Serengeti-Park Stiftung
Flaschenlamm „Flocke“ mag auch Zweige.
Foto: Serengeti-Park Stiftung

Die Serengeti-Park Stiftung beteiligt sich an der Erhaltung dieser vom Aussterben bedrohten Haustierrassen und hält eine Herde Leineschafe, kleine Wiederkäuer, die typisch für die Region Südniedersachsen sind. 2013 wurde die Rasse von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres erklärt.

Über die Serengeti-Park Stiftung:

Die Serengeti-Park Stiftung wurde 2011 auf Initiative des Serengeti-Parks Hodenhagen ins Leben gerufen. Aufgabe der Stiftung ist die Förderung des Arten- und Umweltschutzes.

Mit nachhaltigen Projekten im regionalen und globalen Rahmen sollen bedrohte Arten und seltene Nutztierrassen erhalten bleiben sowie die Natur – und damit die Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere geschützt werden. Weitere Projekte der Serengeti-Park Stiftung sind unter anderem der Schutz heimischer Fledermausarten und die Mitarbeit an einer Studie zur Kommunikation von Breitmaulnashörnern.

Darüber hinaus züchtet die Stiftung seit 2013 Heckrinder, die im Naturschutzgebiet „Totes Moor“ am Steinhuder Meer untergebracht sind und unterstützt die Wild Chimpanzee Foundation (WCF), eine Organisation die sich für den Erhalt der Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum in Westafrika engagiert.

Ansprechpartnerin der Serengeti-Park Stiftung:

Dipl. Biol. Daniela Lahn
Projektleitung Stiftung
Serengeti-Park Stiftung
Am Safaripark 1
29693 Hodenhagen
Telefon: +49 5164 9799-181
Mobil: +49 162 2989582
E-Mail: info@serengeti-park-stiftung.de


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