Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Seltener Nachwuchs mit großen, flauschigen Lauschern

Im Wildpark Lüneburger Heide ist ein Poitou-Esel-Fohlen zur Welt gekommen – Name wird gesucht

Ein Herz und eine Seele: Poitou-Eseldame „Undine“ mit ihrem kleinen, noch namenlosen Hengstfohlen. Foto: Adrian Fohl
Ein Herz und eine Seele: Poitou-Eseldame „Undine“ mit ihrem kleinen, noch namenlosen Hengstfohlen.
Foto: Adrian Fohl

Der Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt Nindorf freut sich über tierischen Nachwuchs einer seltenen Rasse: Vor kurzem hat Esel-Dame „Undine“ nach einer Tragzeit von 360 Tagen einen kleinen Poitou-Hengst zur Welt gebracht.

Silke Lohmann und Torben Lemmel sind sehr glücklich über den Nachwuchs dieser seltenen Rasse. Foto: Adrian Fohl
Silke Lohmann und Torben Lemmel sind sehr glücklich über den Nachwuchs dieser seltenen Rasse.
Foto: Adrian Fohl

Die Tierpfleger Silke Lohmann und Torben Lemmel sind sehr stolz und glücklich über den Nachwuchs, denn Poitou-Esel stehen auf der Liste der stark gefährdeten Tierarten, waren vor wenigen Jahrzehnten fast ausgestorben und werden zur Zeit hauptsächlich in Tierparks und von einigen privaten Züchtern gehalten.

Noch ist das kleine Esel-Fohlen ein Strich in der Landschaft - mit seinen langen Ohren ist er aber dennoch nicht zu übersehen. Foto: Adrian Fohl
Noch ist das kleine Esel-Fohlen ein Strich in der Landschaft –
mit seinen langen Ohren ist er aber dennoch nicht zu übersehen.
Foto: Adrian Fohl

Diese Esel-Rasse hat ihren Namen von der gleichnamigen Region in Frankreich. Dort sind die schwersten Esel der Welt ursprünglich als Last- und Zugtiere gezüchtet worden. Ein Poitou-Hengst kann bis zu 450 Kilogramm auf die Waage bringen und mit einer Widerristhöhe von bis zu 1,50 Metern hat er durchaus Pferdegröße. Weltweit gibt es auch heute nur sehr wenige reinrassige Poitous. „Spock“, der Vater des kleinen Hengstes, ist einer von ihnen.

Gelassenheitsprüfung bestanden: Der kleine Poitou-Esel lässt sich von den Tierpflegern auch mal auf den Arm nehmen. Foto: Adrian Fohl
Gelassenheitsprüfung bestanden: Der kleine Poitou-Esel lässt sich von den Tierpflegern auch mal auf den Arm nehmen.
Foto: Adrian Fohl

Damit setzt der Wildpark Lüneburger Heide das Zuchtprogramm für die seltene Eselrasse mit Erfolg fort. Dem Wildpark ist sehr daran gelegen, eine gesunde Zucht aufzubauen und dem weltweiten Genpool langfristig möglichst reinrassige Tiere zur Verfügung zu stellen.

Tierpflegerin Silke Lohmann, die für die Pflege der Poitou-Herde im Wildpark zuständig ist, hat den Nachwuchs sofort ins Herz geschlossen. „Der kleine Hengst ist total gelassen im Umgang mit Menschen und lässt fast alles mit sich machen“, sagt Lohmann. Ihr Kollege Torben Lemmel beweist das gleich eindrucksvoll, indem er das Fohlen auf den Arm nimmt.

Name für das Eselfohlen gesucht!

Was dem Nachwuchs nun noch fehlt, ist ein Name. Der Wildpark lädt alle Fans dazu ein, auf der Wildpark Facebook-Seite () Namensvorschläge zu posten. Einzige Bedingung ist, dass der Name mit einem „I“ (wie Ida) anfängt. Die Tierpfleger suchen am 30. Juli 2018 einen Namen aus den Vorschlägen aus. Unter allen Teilnehmern werden zwei Tageskarten für den Wildpark verlost.

Ohrenvergleich: Das Hengst-Fohlen bringt es auf stattiche 25 Zentimeter Ohren-Länge. Mama Undine bringt es auf 40 Zentimeter. Foto: Adrian Fohl
Ohrenvergleich: Das Hengst-Fohlen bringt es auf stattiche 25 Zentimeter Ohren-Länge. Mama Undine bringt es auf 40 Zentimeter.
Foto: Adrian Fohl

Den Wettbewerb um die längsten Ohren im Wildpark haben die Poitou-Esel übrigens um Längen gewonnen. Bis zu 40 Zentimeter werden die flauschigen Lauscher lang, der kleine Nachwuchs bringt es immerhin schon auf 25 Zentimeter.

Viele weitere Informationen über den Wildpark Lüneburger Heide gibt es im Netz unter .
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Die nächsten Veranstaltungen im Wildpark Lüneburger Heide

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