
Mai 2013
Foto: Martin Timm
Hinrich JW Schüler (*1964 Wittmund/Nordsee) war nach dem Kunststudium an der Universität Oldenburg freischaffend als Künstler tätig in Hamburg und Schwäbisch Gmünd, er lebt und arbeitet seit 2005 in Düsseldorf.
Der Künstler erhielt bereits mehrere Auslandsstipendien und zeigte seine Werke in zahlreichen Galerien und Kunstvereinen in Deutschland, England, Spanien, Ungarn, Schweden, Schweiz, USA, Russland. Werke Schülers befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.
Die Malerei Hinrich JW Schülers ist inspiriert vom Licht und der Weite norddeutscher, amerikanischer und australischer Küsten- und Wüstenlandschaften. Licht, Farbe und Raum sind dabei bestimmende Elemente.
Das sagt Hinrich JW Schüler über seine Malerei:
„Wüsten, Küstenlandschaften, endloses Buschland und karge Orte interessieren mich als malerisches Thema schon seit jeher. Im Atelier findet im Prozess des künstlerischen Schaffens eine Reduktion auf das Wesentliche statt. Die auf diese Weise entstehenden Werke loten Verbindungen und Übergänge zwischen realer Naturanschauung und Abstraktion aus, bewegen sich in diesem spannungsvollen Grenzbereich und ziehen daraus ihre Energie.
Die Gemälde zeigen kein (foto-) realistisches „Was-ich-gesehen-habe“, sondern spiegeln atmosphärische Erfahrungen wider. Persönliche Erlebnisse werden Anlass zur Malerei, nicht die Absicht einer genauen Abbildung des Vorgefundenen.

Strukturen, geografische Situationen, Lichträume setze ich in Malerei um, die sich zwar auf Bekanntes bezieht, aber in einer rätselhaften Schwebe bleibt und mit ihren intensiven und spannungsvollen Farbspielen aus Horizonten, Perspektiven und Fluchtpunkten verschiedene Lesearten zulässt.
Meine „Landschaften“ verbinden aufwendige „altmeisterliche“ Lasurschichttechniken mit Arbeitsweisen informeller Malerei. Expressiver Ausdruck wird technisch filigran ausgeführt, was den Bildern eine zusätzliche Eigenartigkeit verleiht. Auffassungen traditioneller Landschaftsmalerei finden sich hier vereint mit Positionen zeitgenössischer Kunst.
Auch der Akt des Sehens wird thematisiert, in dem die Blickführung geleitet wird durch Komposition, Fluchtpunkte, Tiefenschärfen. Durch Brechungen, Unschärfen und perspektivische Irritationen wird allerdings der in kulturellen Kontexten eingeübte Blick oftmals gleich wieder verunsichert und in Frage gestellt, der Betrachterstandpunkt oftmals in eine spannungsreiche, schwebende Unwegbarkeit/Unwägbarkeit versetzt. Dem Betrachter bleibt es überlassen zu entscheiden, was noch Realität oder schon Illusion, was noch fester Boden oder schon lichtflimmernde Fata Morgana ist.
Durch Vermeidung geografischer Festlegung der Bildorte, durch Umgehung klar definierter Größenverhältnisse und dadurch, dass Figuren und Objekte allenfalls schemenhaft erscheinen, bleiben die Bilder auf eine vielfältige, immer wieder neue, herausfordernde Art lesbar und erlebbar. Das gemalte Bild bezeichnet keinen Ort, es wird zum Ort, in welchen der Betrachter seine eigenen Phantasiegebilde „hineinsehen“ kann, damit selbst Teil des Werkes werdend.“
Neue Werke von Hinrich JW Schüler (Malerei, Düsseldorf) vom 18. bis 27. November 2016 im Showroom PLAN:A – Atelier Anne Schwabe, Schneverdingen
Vernissage/Eröffnung:
Freitag, 18. November 2016 um 17.00 Uhr
Einführung:
Hinrich JW Schüler
Dauer der Ausstellung:
18. – 27. November 2016
Galerie-Öffnungszeiten:
Samstag, 19.11.2016 11.00 – 18.00 Uhr
Sonntag, 20.11.2016 11.00 – 17.00 Uhr
Freitag, 25.11.2016 17.00 – 19.00 Uhr
Samstag, 26.11.2016 11.00 – 15.00 Uhr
Sonntag, 27.11.2016 11.00 – 15.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon: +49 170 1848525
Ort:
PLAN:A – Atelier Anne Schwabe, 29640 Schneverdingen, Weststraße 5, 29640 Schneverdingen, ➔ www.anne-schwabe.de
➔ Mehr interessante Ausstellungen in der Lüneburger Heide und im Umland entdecken
Sie wollen immer aktuell informiert sein? Jetzt die SCHÖNE-HEIDE-Wochenendtipps abonnieren










