Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Vier Großsegler auf dem 829. HAFENGEBURTSTAG HAMBURG

Liaison Officers kümmern sich um das Wohl der Besatzungen
Das größte Hafenfest der Welt vom 10. bis 13. Mai

Großsegler MIR Foto: Hamburg Messe und Congress / Nicolas Maack
Großsegler MIR
Foto: Hamburg Messe und Congress / Nicolas Maack

Ihre bis zu 60 Meter hohen Masten werden auf dem das Bild rund um die Landungsbrücken dominieren und bei den Besuchern stehen sie ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Mit der Kruzenshtern, der Sedov, der Mir und der Alexander von Humboldt II kommen gleich vier Großsegler zum größten Hafenfest der Welt vom 10. bis zum 13. Mai 2018.

Sie lassen die Herzen der Schiffsfans höher schlagen und laden ebenso wie die meisten anderen der mehr als 300 schwimmenden Gäste zu einem Besuch an Bord ein. Der HAFENGEBURTSTAG HAMBURG wird in diesem Jahr wegen des Feiertags Christi Himmelfahrt einen Tag länger gefeiert als üblich und präsentiert ein abwechslungsreiches, maritimes Programm für die ganze Familie.

Persönliche Betreuung für die Besatzungen der Großsegler

Damit sich die Crews der Großsegler in der Hansestadt auch wohl fühlen, hat die Hamburg Messe und Congress GmbH als Veranstaltungsbeauftragte des HAFENGEBURTSTAG HAMBURG die Dolmetscherin Christine Mielsch und ihr dreiköpfiges Team als Liaison Officers „angeheuert“. Zu ihren Aufgaben gehört vor allem die Betreuung der Großsegler in Hamburg und die Klärung damit zusammenhängender organisatorischer Fragen. Das umfasst den Dialog mit den anderen an der Ausrichtung des HAFENGEBURTSTAG HAMBURG Beteiligten, den Austausch mit Behörden und Institutionen der Hansestadt und auch die Planung von Freizeitaktivitäten der Kadetten.

„Wir verstehen uns als Vermittler zwischen den Crews und den verantwortlichen Stellen in Hamburg. Wir tragen Informationen hin und her, sind für beide Seiten erster Ansprechpartner, kümmern uns aber auch um Alltagsfragen, die an Bord auftauchen. Das Spektrum reicht von protokollarischen Aspekten bis hin zur Unterstützung in persönlichen Angelegenheiten. Wir begleiten die Kapitäne zum Captain‘s Dinner am Samstagabend an Bord der Rickmer Rickmers oder zum Empfang der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, helfen bei der Besorgung eines Ersatzteils oder erläutern, wo in Hamburg öffentliches WLAN verfügbar ist“, beschreibt Christine Mielsch das ebenso umfangreiche wie vielfältige Aufgabengebiet eines Liaison Officers.

Programmplanung für den Landgang

Ein Schwerpunkt der Arbeit von Christine Mielsch und ihrem Team liegt auf der Organisation der freien Zeit der Kadetten. Das Thema ist gerade für die drei unter russischer Flagge fahrenden Kruzenshtern, Sedov und Mir wichtig. Sie dienen der russischen Handelsmarine als Segelschulschiffe und haben jeweils mehr als 100 junge Kadetten an Bord, davon bis zu zehn Prozent weibliche. Die Kadetten werden nach zum Teil wochenlangen Fahrten über die Weltmeere in Hamburg erstmals wieder festen Boden unter den Füßen haben, können allerdings viele Freizeitangebote der Hansestadt aufgrund ihrer geringen Heuer kaum wahrnehmen.

Hier kommt Christine Mielsch ins Spiel. Sie verhandelt mit Museen, wie dem Internationalen Maritimen Museum oder dem Speicherstadtmuseum, über ermäßigten oder freien Eintritt für die Kadetten, ist mit dem Miniaturwunderland und mit dem Tierpark Hagenbeck im Gespräch, organisiert Stadt- und Hafenrundfahrten sowie kostenlose Besuche der Ausstellungen auf der Cap San Diego.

Natürlich sind die Kadetten auch auf dem Hamburger Museumsschiff Rickmer Rickmers willkommen. „Sehr nahe liegt auch das U-Bootmuseum, handelt es sich bei der 1976 gebauten U-434 doch um ein sowjetisches U-Boot“, sagt Christine Mielsch. Sie möchte das Programm für die Kadetten um berufsrelevante Aspekte erweitern und hat deswegen Kontakte geknüpft zu Einrichtungen wie der Nautischen Zentrale, von der aus der gesamte Schiffsverkehr im Hamburger Hafen koordiniert und überwacht wird.

Ein sportliches Highlight für viele Kadetten ist das vom Landeskommando Hamburg der Bundeswehr organisierte Fußballturnier, an dem die Crews der auf dem HAFENGEBURTSTAG HAMBURG anwesenden Schiffe teilnehmen können. Am Samstag ist eine Begegnung zwischen Hamburger Jugendlichen, die Russisch als Muttersprache haben, und den Kadetten geplant.

In der Hansestadt setzen sich verschiedene russischsprachige Vereine für die Vermittlung von Kultur und Bildung sowie Integration ein und betreiben eigene Bildungseinrichtungen. Die Kadetten nehmen am Unterricht teil und im Gegenzug besuchen Hamburger Jugendliche die Kadetten an Bord ihrer Großsegler und lassen sich von ihnen etwas über das Leben und die Ausbildung an Bord erzählen.

Über die Jahre gewachsenes Vertrauen

Für Segelschiffe interessiert sich Christine Mielsch bereits seit Kindheitstagen: „Wasser, Wind und Wellen haben mich schon immer fasziniert.“ Eine besondere Beziehung hat sie zur Mir, auf der sie 2004 zum ersten Mal an Bord war. „Als ich den Fuß auf die Gangway setzte, schien es mir, als würde ich in die russische Welt eintauchen, die Atmosphäre an Bord hat mich sofort begeistert: die Sprache, die Geräusche, sogar die Gerüche. Und es geht mir auch heute noch so, wenn ich das Schiff betrete“, schwärmt sie.

Seit damals war Christine Mielsch bei den Überwinterungen der Mir in Hamburg immer zwei- bis dreimal pro Woche an Bord, hat bei organisatorischen Fragen vermittelt und bei alltäglichen Sorgen geholfen. „Die Mannschaft hat mich von Anfang an sehr freundlich aufgenommen und mit den Jahren ist zu einigen Crewmitgliedern ein enges Vertrauensverhältnis gewachsen. Kapitän Andrey Orlov beispielsweise kenne ich jetzt schon seit fast 15 Jahren. Er gehörte bereits 2004 als Erster Offizier zur Crew der Mir“, erinnert sich Christine Mielsch.

Vier Tage im Dauereinsatz

Auf dem HAFENGEBURTSTAG HAMBURG stehen die vier Liaison Officers den Besatzungen der Großsegler fast rund um die Uhr zur Verfügung. „Dienst nach Vorschrift mit pünktlichem Feierabend kann man hier nicht machen. Darum hoffe ich, dass ich auf der Mir übernachten darf. In den Vorjahren konnte ich meinen Seesack in eine Kajüte stellen, die normalerweise als Büro genutzt wird, und dort Quartier beziehen. Ein Kollege wird ebenfalls im Veranstaltungsgebiet übernachten, während die anderen beiden zu Hause schlafen“, erklärt sie.

Christine Mielsch und ihr Team betreuen die Crews der Großsegler auf dem größten Hafenfest der Welt in diesem Jahr bereits zum dritten Mal. Zugute kommen ihr dabei neben ihren Erfahrungen als Liaison Officer auf anderen maritimen Veranstaltungen auch ihre ausgezeichneten Sprachkenntnisse. Christine Mielsch arbeitet seit 1992 als freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin für Russisch und Englisch und führt seit 2014 als ausgebildete Gästeführerin Besucher in russischer, englischer und deutscher Sprache durch die Hansestadt. Auch die anderen Teammitglieder sind dreisprachig.

Willkommen an Bord!

Viele der schwimmenden Gäste bieten auch die Möglichkeit, bei den Paraden mitzufahren. Eine Übersicht und weitere wertvolle Tipps rund um das größte Hafenfest der Welt gibt es unter oder täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr unter der Hotline der Hamburg Tourismus GmbH: +49 40 30051300.

APPsolut informiert

Die App zum HAFENGEBURTSTAG HAMBURG bietet Besuchern alle Informationen zum Hafenfest der Superlative im Taschenformat und ist kostenfrei über iTunes und Google Play verfügbar. Auch ohne Internetverbindung können viele Funktionen der Gratis-App genutzt werden.

Fahrradfahrer aufgepasst:

Im BIKESITTER Park können Besucher ihre Fahrräder abgeben und den HAFENGEBURTSTAG HAMBURG sorgenfrei genießen, denn das Rad steht sicher auf dem eingezäunten Gelände zwischen dem Gruner + Jahr Gebäude und der U-Bahn-Haltestelle Baumwall. Der Service ist täglich während der Öffnungszeiten des HAFENGEBURTSTAG HAMBURG verfügbar und kostet drei Euro pro Tag. Mehr Infos unter:

Mehr Info:


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