Ausstellungseröffnung am 12. Mai 2019

© Sammlung Joseph Hierling
Unter dem Titel „Flächenbrand Expressionismus“ präsentiert die Kunststätte Bossard ab dem 12. Mai (Eröffnung um 11:00 Uhr) bislang noch nicht gezeigte Holzschnitte des Expressionismus. Die Ausstellung wurde von den Machern der beliebten „Malweiber von Paris“ konzipiert, die 2016 für Besucherrekorde an der Kunststätte Bossard gesorgt hatten.
„Intensiver kann man dem Expressionismus in seiner ganzen Vielfalt kaum begegnen“, erklärt Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr begeistert, wenn sie von der nächsten Ausstellung an der Kunststätte Bossard spricht. Vom 12. Mai bis zum 11. August 2019 wird sich in den Räumlichkeiten des Neuen Atelier ein „Flächenbrand“ ausbreiten.
Ungefähr 80 bislang noch nicht gezeigte Holzschnitte des Expressionismus aus der Sammlung Joseph Hierling werden ausgestellt. Unter den ausgewählten Werke werden Holzschnitte von Wassily Kandinsky und Ernst Ludwig Kirchner, aber auch von weniger bekannten Künstlern zu sehen sein. Die Holzschnitte machen die große und überraschende Vielfalt der Bewegung des Expressionismus sichtbar.

© Sammlung Joseph Hierling
Das Medium des Holzschnitts war für die weite Verbreitung und die Popularität des Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg und in der Kultur der Zwanziger Jahre maßgeblich verantwortlich. Es war die Zeit, in der im ganzen deutschsprachigen Kulturgebiet von expressionistischer Musik, expressionistischem Tanz, expressionistischem Film und sogar von expressionistischer Politik gesprochen und geschrieben wurde.
Der Holzschnitt, als verhältnismäßig leicht zu bearbeitendes Medium, unterstrich dabei das Gefühl von Spontanität und Ursprünglichkeit, das zugleich mit Wahrhaftigkeit verbunden wurde. Er wurde zu „dem“ expressionistischen Ausdrucksmedium. So entfaltete sich in den 1910er und 1920er Jahren eine überraschende stilistische Breite, eine Art „Flächenbrand“, der sich anhand der Privatsammlung Joseph Hierling exemplarisch darstellen lässt. Sie wird nun erstmals im Raum Hamburg öffentlich gezeigt.

© Sammlung Joseph Hierling
Die Ausstellung wird eröffnet von Udo Heitmann, Bürgermeister der Gemeinde Jesteburg und Mitglied des Stiftungsrats der Kunststätte Bossard, sowie von der Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr. Musikalisch wird diese Veranstaltung gestaltet von der Claussen Simon-Stiftung, Hamburg. Die Sopranistin Lena Marie Hildebrandt und die Pianistin Yibiao Meng werden Stücke von Brahms bis Beethoven musikalisch präsentieren.
Daten zur Ausstellung:
Eröffnung:
Sonntag, 12. Mai um 11.00 Uhr
Ausstellungsdauer:
13. Mai bis 11. August 2019
Öffnungszeiten der Kunststätte Bossard:
März bis Oktober
MI bis SO 11:00 bis 18:00 Uhr
November bis Februar
SO 11:00 bis 16:00 Uhr
Regulärer Eintritt:
8 €, Gruppen ab 15 Pers. 7 € p.P., ermäßigt 5 €, Besucher unter 18 Jahren und Mitglieder des Freundeskreises frei
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