Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

„Der Wolf. Ein Wildtier kehrt zurück“ – Wanderausstellung des Landesmuseums Hannover wird bis zum 18. Februar 2017 im Museum Lüneburg gezeigt

Nach über einem Jahrhundert, in dem in Deutschland keine Wölfe lebten, ist der Wolf wieder eingewandert.

In der Wanderausstellung „Der Wolf. Ein Wildtier kehrt zurück“ sind Kinder und Erwachsene eingeladen in die Welt dieser faszinierenden Wildtiere einzutauchen
In der Wanderausstellung „Der Wolf. Ein Wildtier kehrt zurück“ sind Kinder und Erwachsene eingeladen
in die Welt dieser faszinierenden Wildtiere einzutauchen

In Niedersachsen ließ sich das erste Rudel 2012 auf dem Truppenübungsplatz in Munster nieder. Die Anwesenheit und Ausbreitung der Wildtiere wird mit großer Aufmerksamkeit verfolgt – bei den einen mit Wohlwollen, bei den anderen mit Skepsis. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Lebensbedingungen für die Tiere stark verändert haben, denn Wildnis gibt es im dicht besiedelten Deutschland nur noch wenig. So passen sich die Wölfe gut an unsere heutige Kulturlandschaft an und kommen unweigerlich auch in Kontakt mit Menschen und Nutztieren.

Die Wanderausstellung „Der Wolf. Ein Wildtier kehrt zurück“ wurde am 26. Oktober 2017 im Museum Lüneburg eröffnet. Sie lädt Kinder und Erwachsene bis 18. Februar 2018 dazu ein, die Lebensweise der Wölfe näher kennenzulernen und in die Welt dieser faszinierenden Wildtiere einzutauchen. Die vom Landesmuseum Hannover und dem niedersächsischen Wolfsbüro konzipierte Ausstellung räumt dabei mit Vorurteilen und Klischees auf und zeigt anschaulich, wie Schutz vor Wölfen und für Wölfe sinnvoll gestaltet werden kann.

Museumsleiterin Prof. Dr. Heike Düselder freut sich, die Ausstellung in Lüneburg zeigen zu können: „Die Rückkehr des Wolfes ist ein stark polarisierendes Thema, das in der öffentlichen Diskussion oft sehr emotional behandelt wird. Mit der Ausstellung sollen den Besuchern objektive Fakten an die Hand gegeben werden, die das Wildtier Wolf weder verharmlosen, noch dessen Gefahr übertrieben darstellen.“

Landrat Manfred Nahrstedt ergänzt: „Alle Beteiligten – das Land, der Naturschutz, die Tierhalter – müssen gemeinsam einen Weg finden, einvernehmlich die Interessen des Menschen und des Wolfsschutzes zusammenzubringen. Die Ausstellung bietet hier einen Anknüpfungspunkt für die Diskussion.“

Eine Besucherin in der neu eröffneten Wanderausstellung – das Tierpräparat des Wolfes MT6, gemeinhin auch „Kurti“ genannt, im Vordergrund
Eine Besucherin in der neu eröffneten Wanderausstellung –
das Tierpräparat des Wolfes MT6, gemeinhin auch „Kurti“ genannt, im Vordergrund

Die Kabinettausstellung vermittelt auf verschiedenen Text- und Bildtafeln sowie durch Videoclips, wie die Tiere leben, sich fortpflanzen und jagen. Durch Ratespiele und Hand-On-Stationen wird zudem der Unterschied zwischen Hund und Wolf sowie das richtige Verhalten bei Wolfskontakt spielerisch erklärt. Einzelne Exponate, wie ein Telemetrie-Halsband, eine Wildtierkamera sowie Wolfs- und Hundeschädel ergänzen die Ausstellungstexte.

Den Abschluss der Schau bildet das Tierpräparat des Wolfes MT6, der gemeinhin auch „Kurti“ genannt wird und am 27. April 2016 erschossen wurde. Hierbei handelt es sich um den ersten legal getöteten Wolf nach der Rückkehr der Tiere in Deutschland. Die Entscheidung des Umweltministeriums wurde von Tierschützern zum Teil sehr kritisiert und war nicht zuletzt Anlass, sich in der Ausstellung möglichst sachlich und neutral mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Der Eintritt beträgt 3,00 €. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Weitere Informationen zum Museum Lüneburg, den Sonderausstellungen und Veranstaltungen sind unter zu finden.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und dem NLWKN statt.

Hintergrund Wolfsbüro

Das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurde 2015 zur Gewährleistung eines professionellen Wolfsmanagements in Niedersachsen gegründet.

Öffnungszeiten:

Di, Mi, Fr: 11.00 – 18.00 Uhr
Do: 11.00 – 20.00 Uhr
Sa, So: 10.00 – 18.00 Uhr


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