Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Weißkopfsaki – Eine neue Primatenart im Serengeti-Park

Alvin und seine Söhne Simon und Theodor haben sich gut eingelebt

Weißkopfsakimännchen Alvin ist der Vater der beiden jungen Weißkopfsakis Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen
Weißkopfsakimännchen Alvin ist der Vater der beiden jungen Weißkopfsakis.
Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

Der Serengeti-Park Hodenhagen hat eine weitere Primatenart aufgenommen, den Weißkopfsaki. Im März 2016 zog eine sogenannte Junggesellengruppe, bestehend aus dem Männchen Alvin (2008) und seinen Söhnen Simon (2014) und Theodor (2015), aus dem Jesperhus Blomsterpark in Dänemark nach Hodenhagen.

Nach der Eingewöhnungsphase wurden die drei Weißkopfsakis mit den bereits im Park lebenden Totenkopfäffchen vergesellschaftet. Die drei Männchen haben sich offenbar sehr gut in ihrer neuen Heimat eingelebt und sind inzwischen in einem begehbaren Gehege für die Gäste des Parks hautnah zu erleben.

Weißkopfsakis, hier Simon (geboren 2014), sind tagaktive Baumbewohner aus den Gebirgs- und Regenwäldern im nordöstichen Südamerika. Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen
Weißkopfsakis, hier Simon (geboren 2014), sind tagaktive Baumbewohner
aus den Gebirgs- und Regenwäldern im nordöstichen Südamerika.
Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

„Wir sind erleichtert, dass die Eingewöhnung und Vergesellschaftung komplikationslos verliefen und sich unsere drei neuen Parkbewohner bei uns sichtlich wohl fühlen. Die Weißkopfsakis haben einen sehr offenen und entspannten Charakter und sind daher gerade in dem begehbaren Gehege für unsere Gäste spannend zu beobachten.“, erklärt Mitinhaber und Geschäftsführer Dr. Fabrizio Sepe.

Das Weißkopfsakimännchen Theodor wurde 2015 geboren Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen
Das Weißkopfsakimännchen Theodor wurde 2015 geboren
Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

Der als zoologischer Garten anerkannte Serengeti-Park nimmt mit seiner neuen Primatenart am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil. Das EEP koordiniert die Zucht in Zoos zur Erhaltung bedrohter Tierarten und um die genetische Diversität zu erhalten. Viele Zoos verfügen nicht über ausreichend Platz, um vollständige Zuchtgruppen zu halten. Daher führen einige Zoos, wie auch der Serengeti-Park, für bestimmte Arten reine Junggesellengruppen, aus denen Männchen bei Bedarf zur Zucht in kooperierenden Einrichtungen eingesetzt werden können.

„Zucht und Arterhaltung sind wesentliche Aufgaben zoologischer Gärten, so freuen wir uns, mit unserer Weißkopfsaki-Gruppe einen Beitrag im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms leisten zu können.“, so Dr. Sepe weiter.

Hintergrund zum Weißkopfsaki (Pithecia pithecia)

Weißkopfsakis leben in Gebirgs- und Regenwäldern im nordöstlichen Südamerika. Sie sind tagaktive Baumbewohner die sich im oberen Teil der Wälder aufhalten und sich von Früchten, Nüssen, Samen, Blättern und Insekten ernähren.

Weißkopfsakis wie Theodor ernähren sich von Früchten, Nüssen, Samen, Blättern und Insekten. Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen
Weißkopfsakis wie Theodor ernähren sich von
Früchten, Nüssen, Samen, Blättern und Insekten.
Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

Durch ihre kräftigen Hinterbeine können sie sehr weite Sprünge machen. Weißkopfsakis können bis 1,8 kg schwer werden, wobei die Männchen deutlich größer sind. Auch anhand der Färbung lassen sich die Geschlechter leicht unterscheiden.

Alvin zeigt die arttypische weiße Gesichtsmaske der älteren Weißkopfsakimännchen. Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen
Alvin zeigt die arttypische weiße Gesichtsmaske der älteren Weißkopfsakimännchen.
Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

Männchen haben ein schwarzes Fell, der Gesichtsbereich ist weiß. Weibchen sind komplett braun-grau gefärbt. Nach einer Tragzeit von rund 170 Tagen bringen die Weibchen ein Jungtier zu Welt, dass dann einige Monate gesäugt wird. Erst nach einem Jahr ist das Jungtier selbstständig. Die Geschlechtsreife wird erst mit drei bis vier Jahren erreicht.

Schon bei Jungtieren, wie hier bei Theodor, erkennt man das Geschlecht an der Färbung. Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen
Schon bei Jungtieren, wie hier bei Theodor, erkennt man das Geschlecht an der Färbung.
Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

Männliche Tiere färben mit zunehmendem Alter zu der arttypischen weißen Gesichtsmaske um. Sie leben in Familiengruppen, die aus einem Elternpaar und deren Nachwuchs bestehen. Untereinander kommunizieren sie über hohe zwitschernde Laute, die an Vogelstimmen erinnern.


Sie wollen immer aktuell informiert sein?      Jetzt den SCHÖNE-HEIDE-Newsletter abonnieren


➔ Zurück zum Seitenanfang


Ich bin Partnerin des Naturparks Lüneburger Heide

Partner-Logo "Naturpark-Partnerlogo" des Naturparks Lüneburger Heide

➔ Mehr über das Netzwerk erfahren

Freizeittipps

Kunststätte Bossard, Foto: Michael Chmella, Soderstorf
Kunststätte Bossard in Jesteburg-Lüllau

Ein zauberhafter Ort für Kunst- und Naturgenießer: Das expressionistische Gesamtkunstwerk Kunststätte Bossard – Ein außergewöhnliches Ausflugsziel für die ganze Familie

➔ Mehr Freizeittipps entdecken

Aus der Region

Maislabyrinth Rockstedt 2020 - Luftaufnahme Hans-Heinrich Heins
Maislabyrinth in Rockstedt

Großes Maislabyrinth im Kreis Rotenburg mit 4 Kilometer Wegen – bis Ende September immer am Wochenende geöffnet – ideal für Feiern und Kindergeburtstage

© Landkreis Harburg
Mit der Heidschnucke die Heide zwischen Elbe und Oste entdecken und erleben

Erste Ost-West-Buslinie durch den Landkreis Harburg ist am Start: In 106 Minuten von Winsen nach Tostedt Einmal quer durch den Landkreis in 106 Minuten und dabei vorbei an den Schönheiten der Heide: Eine neue Buslinie verbindet jetzt Winsen und Tostedt und lädt dazu ein, die Heide zwischen Elbe und Oste zu entdecken und zu erleben.…

Jochen und Günter befinden sich derzeit mitten im natürlichen Fellwechsel und sehen deshalb derzeit ein wenig „zerrupft“ aus.
Trampeltiere im Wildpark: Ein Hauch von Steppe in der Heide

„Jochen“ und „Günther“ fühlen sich von Minute eins im Wildpark Lüneburger Heide sichtlich wohl Gemächlich, sanft und mit beeindruckender Präsenz sind sie angekommen: Die beiden Trampeltier-Hengste Jochen (13 Jahre) und Günther (6 Jahre) haben ihr neues Zuhause im Wildpark Lüneburger Heide bezogen – und bringen mit ihrenmarkanten Doppelhöckern, ihrem freundlichen Wesen und ihrer entspannten Art…

➔ Mehr aktuelle Beiträge für Sie

Einkaufstipps

Hofladen Hof Lübberstedt - Bauernhofeis und Frischmilch

Salzhausen: Bauernhofeis Hof Lübberstedt

Bauernhofeis Hof Lübberstedt – frische, selbstgemolkene Kuhlmich zu köstlichem Bauernhofeis verarbeitet – Eisgenuß in Salzhausen – kulinarischer Bauernhof

➔ Mehr Einkaufstipps für die Lüneburger Heide