
Foto: Bomann-Museum Celle
Am 24. September um 19.00 Uhr lädt das Bomann-Museum zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Hubertus von Löbbecke – Die innere Sicht“ ein. Sie zeigt Arbeiten des 1943 geborenen Künstlers aus vier Jahrzehnten.
Hubertus von Löbbecke begann seine künstlerische Karriere als Autodidakt in Celle. 1983 führte ihn Eberhard Schlotter in die Technik des Aquarellierens ein und brachte ihn damit dem Realismus nahe, obwohl Löbbecke zuvor dem Surrealismus anhing.
Ein spannendes und abwechslungsreiches Werk tritt den Besuchern entgegen; die Begleitveranstaltungen vertiefen die Einblicke in ein lebendiges Werk.
Hubertus von Löbbecke
1943 in Braunschweig geboren, war Hubertus von Löbbecke familiär vorbestimmt für eine landwirtschaftliche Gutsverwaltung. Während des Studiums am Albrecht-Thaer-Seminar in Celle entschloss er sich, als Autodidakt die künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Seine erste Ausstellung fand hier statt. Später ließ er sich in Wolfenbüttel nieder und lebt heute wechselnd in Hamburg und Altea/Spanien.
Seine Ölgemälde sind durchweg durch den Stil des Surrealismus geprägt, jener Kunstrichtung, die international das 20. Jahrhundert dominiert hat. Als Vorbild hat er sich dabei unverkennbar Salvador Dalí gewählt. Selbst wenn er in anderen Medien arbeitete, blieb diese Kunstrichtung für ihn bestimmend. Ganz und gar überraschend hat er sich in den letzten zwei Jahren völlig gewandelt und arbeitet informell, was in dieser Ausstellung erstmals öffentlich dargeboten wird.
Bronzeplastiken
Sehr bald hat sich von Löbbecke auch bildhauerisch betätigt, und von der Steinskulptur war der Weg nicht weit zur Bronze, die er geradezu spielerisch in der Kleinplastik praktiziert. Die Formen können den Gemäldemotiven entlehnt sein, aus denen sie geradezu hervortreten, aber auch Neufindungen darstellen. Meist sind diese in kleinen Auflagen gegossen worden und daher auch heute noch gelegentlich käuflich erwerbbar. Größere Plastiken sind dagegen Unikate. In diesem Umfang waren sie bisher noch nie ausgestellt.
Arbeiten auf Papier
Diese sind als Lithographien oder Serigraphien entstanden und erklären sich teilweise aus den Motiven der Ölgemälde. Eine Besonderheit dagegen stellen jene Lithographien dar, die Städtenamen tragen, in Verbindung mit dortigen Ausstellungen entstanden und immer ein lokales Bildmotiv enthalten.
Von ganz anderer Natur sind seine zahlreichen Aquarelle. Als er sich in Altea in der Nachbarschaft von Eberhard Schlotter ansiedelte, hat ihn dieser in diese Technik eingeführt. Seitdem nutzt er sie auf zahlreichen Reisen in meist fernen Ländern, um Menschenbilder festzuhalten. Hierin erweist er sich als wahrer Kosmopolit. Dass damit die Phase des Surrealismus überwunden war, ist auch eine Folge der unterschiedlichen Technik.










