Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Ausstellungseröffnung Schlummernde Schätze I: Bossards „Kreise“

Am Sonntag, den 25. Februar, eröffnete die neue Ausstellungsreihe „Schlummernde Schätze“ an der , die noch bis zum 1. Mai 2018 zu sehen sein wird.

Johann Bossard: Das Tragikomische Labyrinth: Hohe Schule, 1944-46  © Christoph Irrgang, Hamburg
Johann Bossard: Das Tragikomische Labyrinth: Hohe Schule, 1944-46
© Christoph Irrgang, Hamburg

Die Ausstellungsreihe stellt wechselnde Bestände aus der Sammlung der Kunststätte Bossard vor, die bisher noch nicht präsentiert wurden. Dank des neuen Schaumagazins, das im Herbst letzten Jahres eröffnet wurde, sind die knapp 6.000 Kunstwerke nun besser für die Forschung und für Ausstellungen zugänglich. Johann Bossards „Kreise“ bilden nun den Auftakt dieser Reihe.

„Zwölf Kreise der Weltgeschichte“

Der über 70jährige Johann Bossard schuf zwischen 1944 und 1949 mit den „Zwölf Kreisen der Weltgeschichte“ einen 164 Grafiken und Gemälde umfassenden Zyklus, der sich wiederum noch einmal in 12 kleinere Zyklen unterteilen lässt. In einer letzten großen, intensiven Schaffensphase zeigte er noch einmal sein meisterhaftes zeichnerisches Können und sein sicheres Gespür für die Farbe.

Janina Willem von der Kunststätte Bossard erläuterte in ihrer Eröffnungsrede: „Mit den „Kreisen“ legte Johann Bossard ein letztes Mal seine Sicht auf den Menschen im historisch-kosmischen Zusammenhang dar. Das Thema Werden und Vergehen, das sein ganzes Werk durchzieht, bestimmt auch die „Kreise“, in denen er den Aufgang und Niedergang ganzer Kulturepochen zeigt. Einige der Arbeiten lassen auch seine tiefe Erschütterung durch die Schrecken des Krieges und der NS-Diktatur erkennen.“

Kuratorin Janina Willems M.A. beim Ausstellungsaufbau Foto: Kunststätte Bossard
Kuratorin Janina Willems M.A. beim Ausstellungsaufbau
Foto: Kunststätte Bossard

Udo Heitmann, Bürgermeister der Gemeinde Jesteburg und Mitglied im Stiftungsrat der Kunststätte Bossard, freute sich in seiner Begrüßung über das neue Schaumagazin. Besonders begeisterte er sich für das bissige „Tragikomische Labyrinth“ mit satirischen Tierzeichnungen: „Johann Bossard ist in diesen Zeichnungen erstaunlich hellsichtig und prangert Missstände an, die auch heute noch aktuell sind. Die Auseinandersetzung damit lohnt sich allemal!“

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Lisa Scheffler (Gesang) und Fabio Campello (Klavier) von der Jugendmusikschule Hamburg.

Sonderführungen durch die Ausstellung finden am Ostermontag, dem 2. April sowie Sonntag, den 29. April 2018 jeweils von 15.00 bis 16.00 Uhr statt. 4 € zzgl. Eintritt, Anmeldung erforderlich unter Telefon: +49 4183 5112.

Das ist jeden zweiten Samstag im Monat um 15.15 Uhr zu besichtigen. 5 €, Anmeldung erforderlich unter Telefon: +49 4183 5112.


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