Neue Sonderausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg
22. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017

Archiv: FLMK
Passend zum Beginn der Vorweihnachtszeit zeigt das Freilichtmuseum am Kiekeberg ab Sonnabend, dem 22. Oktober, die neue Sonderausstellung „Budenzauber – Weihnachtsmärkte im Wandel“.
Die Ausstellung stellt die historische Entwicklung der traditionellen Warenmärkte um 1900 hin zum Weihnachtstrubel heutiger Märkte dar.
Tradition, Nostalgie und Heimat
Weihnachtsmärkte umgeben Begriffe wie Tradition, Nostalgie und Heimat und gehören insbesondere in Deutschland zum alljährlichen Begleitprogramm in der vorweihnachtlichen Zeit. Mit dem Verkauf von Glühwein, Bratwurst, Geschenkartikeln und Kunsthandwerk werden auf den Märkten jedes Jahr Millionenumsätze gemacht. Dieser aktuellen Ausrichtung steht das bescheidene Angebot der ersten weihnachtlichen Waren- und Krammärkte im 18. Jahrhundert gegenüber.
Die Ausstellung analysiert das Phänomen Weihnachtsmarkt und betrachtet die Veränderungen im Angebot von früher bis heute. Dabei gliedert sie sich in drei Zeitabschnitte: Die Jahre um 1900, die Nachkriegszeit von 1950 bis in die 1970er Jahre hinein und aktuelle Entwicklungen. Neben dem Angebot an Weihnachtsartikeln werden auch soziale, wirtschaftliche und konsumhistorische Aspekte betrachtet.
Die ersten Weihnachtsmärkte im 17. und 18. Jahrhundert
Die frühsten historischen Belege zu Weihnachtsmärkten stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die ersten Wintermärkte mit weihnachtlichem Angebot wurden in den Städten abgehalten und meist von wohlhabenden Kunden aus der Mittel- und Oberschicht besucht.
Mit dem Wandel des Weihnachtsfestes zum bürgerlichen Familienfest im 19. Jahrhundert bekamen Kinder vermehrt Spielzeug geschenkt. Das Sortiment der Weihnachtsmärkte passte sich dem Bedarf an. Nach dem Zweiten Weltkrieg verringerte sich die Bedeutung der Weihnachtsmärkte, da das Spielzeug nun auch in Kaufhäusern angeboten wurde.
Weihnachtsmärkte als Orte des Konsums
Weihnachtsmärkte als Orte des Konsums wurden erst in den 1960er Jahren wieder populär und verbreiteten sich auch im ländlichen Raum. Heute sind sie stark freizeitorientiert: Als regionale Events und touristische Attraktionen bieten sie ein großes Angebot an Speisen, Getränken und weihnachtlichen Geschenkartikeln.
Weihnachtsmarkt der Kunsthandwerker am Kiekeberg

Bild: FLMK
Auch beim Weihnachtsmarkt der Kunsthandwerker liegt Weihnachtsstimmung in der Luft. Erstmals an zwei Wochenenden, von Freitag bis Sonntag, dem ➔ 25. bis 27. November und ➔ 9. bis 11. Dezember, zeigen über 100 Aussteller ihr selbstgefertigtes Kunsthandwerk.
Hier finden die Besucher eine breite Auswahl an Holzspielzeug, Wohnaccessoires, Glaskunst, Tonarbeiten, Malerei, Kerzen oder Mode. Für die Kinder fährt der Weihnachtsmann mit seiner Pferdekutsche über das Gelände und hat einen Sack voller Schokolade dabei, während sich die Erwachsenen mit Punsch, Bratwurst oder Kiekeberger Rahmbrot stärken.
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Dienstag – Freitag: 9.00 – 17.00 Uhr
Sonnabend/Sonntag/Feiertage: 10.00 – 18.00 Uhr
Montag geschlossen
Ostermontag, Pfingstmontag und am 2. Weihnachtsfeiertag geöffnet.
Am 24./25./31. Dezember und am 1. Januar ist das Museum geschlossen.
Eintritt:
Der Museumseintritt kostet 9,00 €, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.
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