
Derzeit laufen zwei Sonderausstellungen im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Rosengarten:
„Einer für alle, alle für einen! Genossenschaften auf dem Land“ – 23. Januar bis 17. Juli 2016
Gemeinsam mehr erreichen: Genossenschaften schufen vor allem auf dem Land gute Voraussetzungen für kleine Bauernhöfe. Heute sind Bürgerbeteiligung und gemeinsames Wirtschaften wieder populär, daher hat das Freilichtmuseum am Kiekeberg, gemeinsam mit dem Genossenschaftlichen Archiv in Hanstedt, die Sonderausstellung „Einer für alle, alle für einen! Genossenschaften auf dem Land“ erarbeitet.
Die Ausstellung verdeutlicht die wirtschaftliche Situation der Landwirte Ende des 19. Jahrhunderts und zeigt, wie vielfältig das „neue Modell Genossenschaften“ eingesetzt wurde: Spar- und Darlehnskassen boten Landwirten und kleinen Unternehmen Anlage- und Kredit-möglichkeiten ohne weite Wege. Viele verschiedene Genossenschaftsarten, wie etwa die Molkerei- oder Viehverwertungs-Genossenschaften, boten den Landwirten verbesserte Produktions- und Absatzbedingungen.
Die Mitglieder einer Genossenschaft bestimmen selbst, wie Beiträge und Einnahmen verwendet und wo Investitionen eingegangen werden. Die Leistungen der Genossenschaften und damit der einzelnen Mitglieder wirken sich somit auf die individuellen Einkommen, aber auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region aus. So halfen z. B. nach dem Zweiten Weltkrieg die Genossenschaften, die Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen.
Unterstützt wird die Sonderausstellung „Einer für alle, alle für einen!“ von der Volksbank Lüneburger Heide eG, der Stader Saatzucht eG, der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken und der Raiffeisen-Stiftung.
„Wasser – ohne läuft nichts! Wasserversorgung in Marsch und Heide“ – seit 28. März 2015
Wasser ist das wichtigste Lebensmittel, daher widmet sich das Freilichtmuseum am Kiekeberg zusammen mit dem Wasserbeschaffungsverband Harburg (WBV) diesem Thema in einer Sonderausstellung.
Jeder Mensch verbraucht durchschnittlich 140 Liter Wasser am Tag. Heute kommt Wasser, durch Versorger wie dem WBV, ganz selbstverständlich aus dem Hahn. Doch das war nicht immer so.
Die Ausstellung „Wasser – ohne läuft nichts! Wasserversorgung in Marsch und Heide“ zeigt, wie der Alltag auf dem Lande vor der Einführung der zentralen Wasserversorgung aussah. Dazu gehören auch Reinlichkeitsvorstellungen der Menschen ab dem 18. Jahrhundert.
Besucher entdecken in der Ausstellung auch die Veränderungen durch neue Möglichkeiten der Wasserbeschaffung und -nutzung im Haushalt, in der Landwirtschaft und in der Freizeit.
Freilichtmuseum am Kiekeberg
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9.00 – 17.00 Uhr
Sonnabend/Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr
Eintritt:
Der Eintritt beträgt 9,00 €, Gruppen ab 15 Personen 8,50 € pro Person (eventuell abweichende Eintrittspreise an Aktionstagen).
Besucher unter 18 Jahren und Mitglieder des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg haben freien Eintritt.
Besucher mit Behinderung (mind. GdB 80) haben freien Eintritt. Alle Behindertengruppen und deren Begleitpersonen haben freien Eintritt.
Anschrift:
Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf, Telefon: +49 40 790176-0, Fax: +49 40 7926464. ➔ Anfahrt
Die nächsten Veranstaltungen im Freilichtmuseum am Kiekeberg
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