Umfangreiche Gartenbaumaßnahmen ab Mitte November

© Kunststätte Bossard
Die Kunststätte Bossard nutzt die bevorstehende kühle Jahreszeit, um die historische, rund drei Hektar große Gartenanlage des Museums und Gesamtkunstwerks in Jesteburg zu erneuern. Ein größerer Teil des historischen Baumbestandes wird gefällt und neu angepflanzt. Alle Freunde der Kunststätte sind herzlich eingeladen, den urwüchsigen Zustand der Kunststätte noch einmal in den derzeit goldenen Herbsttagen zu besichtigen.
Für Besucher des Museums sowie für Anlieger des Bossardwegs kann es ab Mitte November vorübergehend zu Beeinträchtigungen durch Baumbeschnitt und Fällarbeiten kommen. „Wir möchten Nachbarn und Gäste des Museums frühzeitig über die bevorstehenden Arbeiten informieren“, sagt Dr. Gudula Mayr, Leiterin der Kunststätte Bossard. „Durch die Überalterung der Bäume und Schädlingsbefall droht die historische Bepflanzung der Kunststätte zu einem Sicherheitsrisiko zu werden. Größere Maßnahmen sind daher unumgänglich. Dies gibt uns andererseits die Möglichkeit, die Gartenanlage durch Neuanpflanzungen zu verjüngen, um sie auch für kommende Generationen zu erhalten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Firma Karl Konrad Forst-Dienste aus Jesteburg und sind uns sicher, dass sie diese Maßnahme mit dem gebotenen Fingerspitzengefühl umsetzen wird“, so Gudula Mayr weiter.
Gartenanlage als zentrales Element des Gesamtkunstwerkes
Der Künstler Johann Bossard (1874-1950) plante und realisierte die Gartenanlage als zentrales Element eines Gesamtkunstwerkes. Die Gartenanlage wird seit 1997 in Absprache mit dem Denkmalschutzamt Hannover in Teilschritten rekonstruiert. Der letzte größere Eingriff erfolgte im Winter 2002/2003. Damals wurden bereits Teile der geometrischen Baumpflanzungen freigestellt und neu angepflanzt.
Die anstehende Maßnahme werden Besucher, die den urwüchsigen Zustand der Anlage kennen, zunächst als große Veränderung wahrnehmen. Bis zum Frühjahr werden nicht nur trockene Einzelbäume und Wildwuchs entfernt, sondern es soll auch die umlaufende Fichtenreihe durch junge Bäume ersetzt werden. Ergänzend soll ein Teil der verwilderten Heidefläche im südlichen Gartengelände renaturiert und ein Folienteich aus den 1970er-Jahren entfernt werden.
Förderer der Maßnahme sind der Freundeskreis Kunststätte Bossard e.V., die VGH Stiftung, der Landkreis Harburg sowie ein Firmensponsor. Auf der Homepage ➔ www.bossard.de wird ab Arbeitsbeginn regelmäßig über die Maßnahme berichtet.
Eine gute Gelegenheit, den alten Baumbestand der Kunststätte noch einmal zu genießen, bietet sich am Wochenende vom 7./8. November 2015. An beiden Tagen findet von 10.00 – 18.00 Uhr der voradventliche Kunsthandwerkermarkt ➔ Herbstleuchten mit stimmungsvollem Rahmenprogramm statt.
Ab dem 2. November 2015 bis zum 28. Februar 2016 wird die Kunststätte ausschließlich an den Wochenenden ihre Tore öffnen. Angemeldete Besuchergruppen können die Kunststätte auch außerhalb der Öffnungszeiten besichtigen.
Hintergrundinformation
Der Künstler Johann Bossard (1874 – 1950) plante und realisierte ab 1912 die Gartenanlage seiner Kunststätte als zentrales Element seines Gesamtkunstwerks. Unter anderem flanzte er Bäume in Form eines großen Omega, legte einen Baumtempel und eine Monolithenallee an, integrierte Nutzflächen für den Obst- und Gemüseanbau sowie Skulpturen für den Außenraum.
Durch die Symbiose der Gartengestaltung mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen wie Architektur, Bildhauerei und Malerei schuf er eine Stätte, die europaweit einzigartig ist und Besuchern seit 1996 als Museum offen steht.
Die 1995/1996 gegründete Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard, zusammen mit dem Landkreis Harburg, Gemeinde Jesteburg und der Sparkasse Harburg-Buxtehude Träger des Museums, hat die zentrale Aufgabe, den künstlerischen Nachlass des Künstlerehepaares Johann und Jutta Bossard als einheitliches Gesamtkunstwerk zu schützen und zu pflegen.
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