Freundeskreis der Kunststätte Bossard hat Spende im Gepäck
Der Freundeskreis Kunststätte Bossard e.V. hat zusammen mit dem Lüneburgischen Landschaftsverband e.V. der Museumspädagogik des Hauses vier Vermittlungskoffer finanziert, die ab sofort jungen Familien für einen kindgerechten Besuch des Gesamtkunstwerkes zur Verfügung stehen.
Der Förderverein der Kunststätte Bossard ist unermüdlich, wenn es darum geht, wichtige Projekte der Kunststätte finanziell zu unterstützen. „Die Finanzierung des Museumskoffers war uns eine Herzensangelegenheit“, betont der 2. Vorsitzende Andres Buß. „Wenn es darum geht, junge Menschen an die Kunststätte heranzuführen, ist der Freundeskreis mit besonderem Engagement dabei!“
Der Museumskoffer vermittelt die Vielfalt der künstlerischen Materialien der Bossards
Restauratorin Stefanie Nagel hatte die Idee zu diesem Besuchergepäckstück, konzipiert und umgesetzt hat den Koffer der Künstler und Kunstvermittler des Museums Niko Wolf: „Wir setzen ganz bewusst auf den Museumskoffer als pädagogische Ausstattung. Denn damit lässt sich sehr gut die Vielfalt der künstlerischen Materialien vermitteln, mit denen die Bossards an ihrem Gesamtkunstwerk gearbeitet haben. Techniken wie Mosaik, Bildhauerei, Malerei auf Leinwand oder Glas sind im Museum zu erleben und im Koffer nun auch exemplarisch ertastbar.“
Der neue Museumskoffer ist gefüllt mit diversen reproduzierten Kunstwerken, die zum Anfassen und Inspizieren einladen. Außerdem liegt eine Augenklappe bei. Bekanntlich war Johann Michael Bossard war bereits im Alter von elf Jahren auf dem rechten Auge erblindet. Dies prägte sein Wesen wie auch seine Kunst maßgeblich. Kinder können nun spielerisch nachempfinden, wie der Künstler seine Umwelt wahrgenommen haben muss.
Begleitheft für jüngere Kinder und Schulkinder
Zahlreiche historische Abbildungen geben Einblicke in das Familienalbum von Jutta Bossard und zeugen vom Leben damals. Ein kleines Begleitheft liegt mit zwei verschiedenen Textfassungen bei: Eine Textversion ist zum Vorlesen für jüngere Kinder gedacht, während eine verkürzte Version Schulkinder zum selber Lesen ermutigen soll. In beiden Varianten gibt es kleine Aufgaben zu lösen und Rätsel zu knacken.
Auch die Eltern sollen mit der liebevollen und hochwertigen Gestaltung des Koffers angesprochen werden. Dies liegt ganz in der Absicht des Museumspädagogen Wolf: „Ich bin sicher, mancher Erwachsener wird mit Freude den Koffer durchstöbern. Denn wer von uns „Großen“ genießt es nicht, gelegentlich komplexe Sachverhalte vereinfacht erklärt zu bekommen?“
Bei dieser Vermutung schmunzelt Dr. Björn Hoppenstedt. „Der Koffer ist wirklich toll geworden. Auch Erwachsene können dabei staunen und entdecken neue Facetten des Gesamtkunstwerks.“ Als Familienvater steht er privat wie in seiner Funktion als der 1. Vorsitzende des Freundeskreises zu 100 Prozent hinter dem neuen Vermittlungsgepäck.
Der Museumskoffer ist zur Ausleihe gegen Pfand an der Museumskasse erhältlich.
Reservierungen des Koffers für den nächsten Museumsbesuch sind unter Telefon: +49 4183 5112 oder E-Mail: info@bossard.de möglich.
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