Wandern liegt weiter voll im Trend

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Über 40 Millionen Deutsche wandern in ihrer Freizeit und im Urlaub. 69 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung sind aktive Wanderer. Reizvolle Landschaften in Deutschland bieten Wandermöglichkeiten in Hülle und Fülle. Aber wie steht es mit der Qualität beim Wandern, entspricht das Angebot den gestiegenen Ansprüchen des heutigen aktiven Wanderers?
Schulung zum Gütesiegel „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“ in Rotenburg

Vordere Reihe von links: Elisabeth Quentin (Stadt Rotenburg), Melanie Ampts (Gemeinde Scheeßel), Tanja Brichacek und Liane Jordan (beide Deutscher Wanderverband), Erika Jaschinski (Samtgemeinde Sittensen)
Hintere Reihe von links: Petra Welz und Verena Geiger Weber (beide TouROW), Barbara Norden (Stadt Bremervörde), Ulrike Öhler (Gästeführerin aus Tarmstedt), Udo Fischer (TouROW), Hanna Tamke (Gästeführerin aus Wittorf)
Copyright: Heinz Gehnke für TouROW
Kürzlich wurden neun „Wander-Interessierte“ aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme) durch den Deutschen Wanderverband (DWV) zu „Bestandserfassern“ für die „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ geschult. Die Schulung ist Teil der Qualitätsoffensive Wandertourismus im Reiseland Niedersachsen der TourismusMarketing Niedersachsen.
Liane Jordan und Tanja Brichacek vom Deutschen Wanderverband in Kassel schulten an zwei Tagen die Teilnehmer mit Fachwissen rund um das Gütesiegel „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“.
Das Siegel legt deutschlandweite Standards für Wanderungen fest und bringt dreifachen Nutzen für den Wandertourismus, erläutert Liane Jordan vom DWV: die Qualität der Wegeinfrastruktur wird in den Regionen thematisiert und nachhaltig verbessert. Es entsteht regionale Wanderkompetenz. Der Wandergast bekommt eine Orientierungs- und Entscheidungshilfe für seine Reiseentscheidung und die Wanderdestinationen können das Qualitätszeichen als Wettbewerbsvorteil des wandertouristischen Angebotes nutzen und sich als Qualitätsmarke profilieren.
Neben der Vermittlung der Theorie ging man an beiden Tagen jedoch auch ins Gelände, um das Gelernte vor Ort anzuwenden. Teilstücke der NORDPFADE ➔ Wümmeniederung sowie ➔ Rotenburger Wasserreich wurden von den Experten bis ins Detail geprüft, denn bei der Bewertung eines Wanderweges werden insgesamt jeweils 23 Wahlkriterien und 9 Kernkriterien untersucht.
NORDPFADE – Qualitätswanderwege im Flachland

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Udo Fischer und Petra Welz vom Touristikverband Landkreis Rotenburg (Wümme) – kurz TouROW – freuten sich, dass das Interesse an dieser Schulung so groß war. „Das Projekt der ➔ NORDPFADE zeigt erste Erfolge, denn man erhält sehr viele positive Rückmeldungen. Wandern ist weiter im Kommen. Im Flachland gab es bislang kein breites Qualitätswanderwege-Angebot. Dieses hat man gemeinsam mit den Kommunen und der Entwicklung und Realisierung der NORDPFADE geändert.“
„Wenn wir erfolgreich den Wandertourismus im Landkreis Rotenburg etablieren wollen, brauchen wir Top-Qualitätswanderwege. Aus diesem Grund haben wir uns und weitere Wander-Experten zu Bestandserfassern schulen lassen“, ergänzt Welz.
Der Markt sei groß und die Region habe die Zeichen der Zeit erkannt. Wandern bedeutet: Gehen in der Landschaft. Es ist eine Gesundheitsvorsorge, zumal sich Wandern in den letzten Jahren enorm entwickelte, um Natur und Landschaft zu erkunden. Stimmen müssen dabei immer die Markierung und auch die Abwechslung der Wege.
➔ Nordpfade im Kreis Rotenburg entdecken
Zur Ergänzung einige „O-Töne“ der neuen Bestandserfasser und vom Deutschen Wanderband
„Die Schulung war klasse. Wir konnten unsere individuellen Eindrücke in der Gruppe objektiv diskutieren und sind nun alle auf demselben Wissenstand, was die Anforderungen an einen Qualitätswanderweg angeht.“
(Barbara Norden, Stadt Bremervörde).
„Wandern und der Erhalt der Natur stehen beim Deutschen Wanderverband sehr im Einklang. Durch eine optimale Markierung der Wege nehmen wir eine aktive Wander-Besucherlenkung vor.“
(Ulrike Öhler, Natur- und Gästeführerin aus der Samtgemeinde Tarmstedt)
„Ohne die durchgeführte Schulung könnten wir die erforderliche Qualität an die heutigen Wanderwege nicht erkennen.“
(Melanie Ampts, Gemeinde Scheeßel)
„Es ist unglaublich, an was der TouROW bei der Projektentwicklung und –umsetzung der 24 NORDPFADE denken musste, denn die NORDPFADE erfüllen fast komplett die hohen Anforderungen an die Qualitätswege.“
(Elisabeth Quentin, Stadt Rotenburg (Wümme)).
„Der Landkreis hat ein großes Wander-Potential aufgrund der attraktiven Naturlandschaft und der mäßigen Reliefenergie, die laut der Grundlagenuntersuchung Qualitätswandern eine Vielzahl der heutigen Wanderer wünschen. Die flach-weiten NORDPFADE sind wirklich klasse und man merkt, mit wie viel Herzblut das Projekt hier umgesetzt wurde“.
(Tanja Brichacek, Deutscher Wanderband).
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