Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Web-Portal „OTTER-SPOTTER“ ist online

Das Web-Portal der Aktion Fischotterschutz ist freigeschaltet. Damit können die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins ihre Otterbeobachtungen jetzt online den Otterschützern schicken. Anstatt Fragebogen und Stift ist jetzt das Smartphone angesagt.

Astrid Kiendl von der Aktion Fischotterschutz schaltet das Web-Portal www.otterspotter.de frei. Foto: Aktion Fischotterschutz e.V.
Astrid Kiendl von der Aktion Fischotterschutz schaltet das Web-Portal www.otterspotter.de frei.
Foto: Aktion Fischotterschutz e.V.

„Jede Fischotterbeobachtung kann nun sekundenschnell an die Aktion Fischotterschutz geschickt werden, und der Melder kann sich im Gegenzug tagesaktuell über die Verbreitung der Tierart informieren“, freut sich Astrid Kiendl, die für die Erstellung und Betreuung dieses Online-Angebotes verantwortlich zeichnet.

Die Melder erhalten zudem eine Reihe weiterer Service-Leistungen. Neben europaweiten Verbreitungskarten, Informationen zur Otterbiologie und zur Spurensuche gibt es ein interaktives Forum. Hier können sich die otterbegeisterten Spurensucher eingehend austauschen und diskutieren.

Der seltene Fischotter lebt ausgesprochen heimlich und versteckt, sodass es besonderer Maßnahmen bedarf, um sein Vorkommen zu kartieren. Foto: Aktion Fischotterschutz
Der seltene Fischotter lebt ausgesprochen heimlich und versteckt,
sodass es besonderer Maßnahmen bedarf, um sein Vorkommen zu kartieren.
Foto: Aktion Fischotterschutz e.V.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Das Web-Portal soll noch mehr ehrenamtliche Helfer veranlassen, ihre Otterbeobachtungen zu melden. Bereits heute betreut die Aktion Fischotterschutz e.V. 400 ehrenamtliche Spurensucher, die deutschlandweit das Vorkommen des Fischotters kartieren.

Jährlich werden dabei ca. 30 000 Quadratkilometer auf Otterspuren hin untersucht. Dies entspricht zwei Drittel der Fläche von Niedersachsen. In regelmäßigen Seminaren erhalten die Spurensucher das nötige Rüstzeug, um die Fischotterspuren zu erkennen.

Nur mit Hilfe von ehrenamtlichen Helfern lassen sich die Datenmengen sammeln, damit genaue und aktuelle Verbreitungskarten erstellt werden können. Und auch Gefahrenpunkte für Fischotter lassen sich so schnell erkennen und beseitigen. Solche Punkte sind zum Beispiel Straßenabschnitte, auf denen Fischotter regelmäßig Opfer des Verkehrs werden.

Maßgeblich finanziert wurde das Online-Portal aus Mitteln der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Wer sich dem Portal anschließen und nach Otterspuren Ausschau halten möchte, der kann sich über das Portal bei der Aktion Fischotterschutz anmelden.


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