Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Am 3. März ist Internationaler Tag des Artenschutzes: Weltvogelpark Walsrode bietet über 550 bedrohten Vögeln aus mehr als 80 Arten ein Zuhause

Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten ist der Weltvogelpark Walsrode nicht nur der größte Vogelpark der Welt, durch intensive Nachzucht tragen die Biologen und Tierpfleger des Weltvogelparks auch aktiv zum Artenschutz bei. Inmitten der Lüneburger Heide gelingen hier europa- und weltweit einmalige Zuchterfolge von vom Aussterben bedrohter Vögel aus allen Kontinenten.

Rotschnabelhokkos werden erfolgreich für die Auswilderung gezüchtet. Foto: Weltvogelpark Walsrode
Eine von über 80 bedrohten Vogelarten im Weltvogelpark Walsrode – der Rotschnabelhokko.
Foto: Weltvogelpark Walsrode

Der 44. Tag des Artenschutzes geht auf das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES aus dem Jahr 1973 zurück, durch das gefährdete wildlebende Tiere und Pflanzen geschützt werden. „Weltweit sind rund ein Viertel aller Tierarten bedroht. Ein Großteil lässt sich auf die Verdrängung aus den natürlichen Lebensräumen zurückführen “, so Sonja Buchhop, Sprecherin des Weltvogelpark Walsrode. „Gerade die fortschreitende Rodung des Regenwaldes wird vielen Vögeln zum Verhängnis. Die damit verbundenen vorsätzlich gelegten Brände zerstören nicht nur die Gelege, sondern lassen ganze Lebensräume verschwinden. Ein Drama, das sich täglich tausendfach weltweit abspielt.“

Bereits seit 1962 gilt der Weltvogelpark Walsrode als eine der bedeutendsten Institutionen auf dem Gebiet der Haltung und Nachzucht bedrohter Vogelarten sowohl in menschlicher Obhut vor Ort als auch über die Weltvogelpark Stiftung in den Ursprungsländern. Dabei arbeitet die Weltvogelpark Stiftung mit ihrer Schwester-Stiftung CRAX International, die von Geer Scheres, dem Geschäftsführer des Weltvogelparks geleitet wird und mit Spezialisten, Umweltschützern und Ornithologen aus allen Ländern Hand in Hand zusammen.

Nationalvogel Neukaledoniens: Der Kagu. Foto: Weltvogelpark Walsrode
Die flugunfähigen Kagus sind die Nationalvögel Neukaledoniens.
Foto: Weltvogelpark Walsrode

Dank der durch Eintrittsgelder finanzierten Stiftungsarbeit gelang es unter anderem das in der freien Natur bereits ausgestorbene Hokkohuhn Alagoas-Mitu aus Brasilien zu erhalten. Auch der bedrohte Schwarzmaskenguan sowie der Rotschnabelhokko werden seit rund 20 Jahren gezüchtet und erfolgreich in ihrer Heimat, dem atlantischen Regenwald, wieder ausgewildert. Neben weiteren Aktivitäten der Weltvogelpark Stiftung zum Beispiel in Belgien, auf Madagaskar, in Süd- und Mittelamerika und auf Neukaledonien, kümmern sich die niedersächsischen Vogelschützer jedoch auch um bedrohte Arten vor der eigenen Haustür.

In Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz kümmert sich die Weltvogelpark Stiftung um den Schutz und der Wiederansiedelung der in Niedersachsen bereits ausgestorbenen Moorente. „Nur wer die faszinierende Welt der Vögel kennt und liebt, wird sie auch schützen,“ verrät Buchhop abschließend. „Bei uns im Weltvogelpark leben zur Zeit rund 550 Vögel aus mehr als 80 bedrohten Arten. Ab dem 18. März 2016, unserem Saisonstart, bringen wir diese Welt wieder unseren Besuchern ein Stückchen näher. Mit jedem Besuch tragen sie somit ein Stück weit aktiv zum Artenschutz bei.“

Über den Weltvogelpark Walsrode

In der Lüneburger Heide, im Dreieck zwischen Hannover, Bremen und Hamburg, liegt der Weltvogelpark Walsrode, der größte Vogelpark der Welt. Der Park beherbergt insgesamt rund 4.000 Vögel aus 650 verschiedenen Arten in einer 24 Hektar großen Garten- und Erlebnislandschaft.

Besucher erleben spektakuläre Flugshows, Schaufütterungen, Vogelbabys und faszinierende Indoorattraktionen, zudem sind sie eingeladen, spannende Themenhäuser, exotische Freiflughallen und artenreiche Vogelvolieren zu entdecken.

Zwischendurch laden 320 Sitzbänke zum Entspannen und Genießen ein. Liebevoll angelegte Beete, großzügige Teichanlagen und exotische Pflanzen entführen einen in eine andere Welt – einfach mal die Seele baumeln lassen und den Alltag links liegen lassen. Der magische Zauber unzähliger Baum- und Blumenarten bildet eine bunte und sich ständig verändernde Kulisse.

Für die kleinen Besucher gibt es tolle Spielplätze und für die Erwachsenen kostenlose Parkplätze. Zwei Restaurants und zahlreiche Imbisse und Eiswagen laden für den kleinen und großen Hunger zwischendurch ein.

Das gesamte Areal ist behindertengerecht gestaltet. Wird ein Rollstuhl benötigt, kann er bei vorheriger Anmeldung kostenlos ausgeliehen werden.

Da Hunde in den Park nicht mitgenommen werden dürfen, gibt es zusätzlich eine kostenlose Unterbringung für die Vierbeiner.

Der Weltvogelpark öffnet täglich ab 10.00 Uhr. Die Saison startet am 18. März 2016.


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