Holzbank in der blühenden Heidelandschaft der Lüneburger Heide

Neue Sonderausstellung „Trüb und Klar. Unser täglich Wasser“ vom 16. März bis 27. Oktober 2024 am Kiekeberg

„Trüb und Klar. Unser täglich Wasser“ lautet der Titel der neuen Sonderausstellung, die ab Sonnabend, dem 16. März, im Freilichtmuseum am Kiekeberg zu sehen ist. Darin entdecken Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Funktionen von Wasser früher und heute: vom Wasser im natürlichen Kreislauf über die Trinkwasserversorgung und Körperpflege bis hin zur Energieerzeugung.

Zwei Frauen beim Wasserholen um 1900
Ausstellung Trüb und Klar. Unser täglich Wasser –
Zwei Frauen beim Wasserholen um 1900, Bild FLMK

Die Sonderausstellung „Trüb und Klar. Unser täglich Wasser“ wurde vom Verbund „Alltag | Arbeit | Anstoß | Aufbruch“ entwickelt, zu dem die Stiftung Domäne Dahlem, das LVR-Freilichtmuseum Kommern, das Freilichtmuseum Hessenpark und das Freilichtmuseum am Kiekeberg gehören.

Die Entwicklung der Wasserversorgung

Sie behandelt die technische Wandlung in der Wasserversorgung von der Bedeutung des Brunnenbaus über unterschiedliche Wasserleitungssysteme bis hin zu Details der heutigen Trinkwasseraufbereitung durch Filtrieren und Zusetzen von Kohlensäure.

Julia Rausch, Kuratorin der Ausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg, erklärte: „Die alltägliche Nutzung von Wasser hat sich im Zuge der Technisierung verändert, aber auch das Wissen um die Begrenztheit der Ressource Wasser beeinflusst den Umgang mit dem ‚blauen Gold‘. Uns geht es hier um die sich wandelnden menschlichen Beziehungen zu Wasser im Alltag.“

In den alten Höfen im Freilichtmuseum am Kiekeberg wird es deutlich: Wurden einst noch Wassereimer über den Schultern vom Brunnen ins Haus getragen, drehen Menschen heutzutage bequem einen Wasserhahn auf.

In der Ausstellung entdecken Besucher unter anderem eine Spültisch-Badewannen-Kombination aus den 1960er Jahren, die verdeutlicht, wie sich mit fließendem Wasser die Körperpflege gewandelt hat und in der Wohnkultur widerspiegelte. Denn ein Badezimmer als eigener Raum entwickelte sich erst in der Nachkriegszeit. Vorher wurde in der Küche gebadet.

Mit dem Quelle-Fertighaus in der Königsberger Straße zeigt das Freilichtmuseum am Kiekeberg die Weiterentwicklung in den 1960ern und 1970er Jahren. Ronald Gröll, ehemaliger Bewohner des Hauses aus Winsen (Luhe), erinnerte sich: „Wir wurden in die Moderne katapultiert. Vorher hatten wir anfangs ein Plumpsklo draußen und badeten in einer Zinkwanne. Und dann kamen wir in dieses Haus.“

Wassererlebnispfad

Besucher des Museums erkunden auch den Wassererlebnispfad, der gemeinsam mit dem Wasserbeschaffungsverband Harburg (WBV) dauerhaft an acht Stationen im Museum zeigt, wie die Wasserversorgung noch bis in 1950er Jahre hinein funktionierte und welche technischen Innovationen daraus entstanden sind.

Museumsdirektor Stefan Zimmermann sagte: „Auf dem Wassererlebnispfad erfahren Kinder, wie mühsam Trinkwasser früher ins Haus gelangte oder wie überschwemmte Felder in der Elbmarsch mit Muskelkraft trockengelegt wurden.“ Bei wärmeren Temperaturen lädt der dazugehörige Wasserspielplatz Kinder zum Experimentieren, Pumpen und Holzfloßfahren ein.

Wasser und Nachhaltigkeit

„Trüb und Klar. Unser täglich Wasser“ wirft außerdem einen aktuellen Blick auf Aspekte der Nachhaltigkeit im Umgang mit Wasser und erläutert etwa das Konzept „virtuelles Wasser“, das zu einer sparsameren Verwendung von Wasser anregen kann. In den vergangenen Jahren führte die beginnende Klimakatastrophe mit Überschwemmungen und Dürren in der Gesellschaft zu Sorgen und einem stärkeren Bewusstsein für den Wasserverbrauch.

Öffnungszeiten und Eintritt

Die Ausstellung ist ab Sonnabend, dem 16. März, ein halbes Jahr lang bis Sonntag, dem 27. Oktober, zu den regulären Museumszeiten geöffnet. Für Kinder gibt es ein begleitendes Ferienprogramm.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 11 Euro, für Personen unter 18 Jahren ist er frei.

Weitere Informationen zu den Angeboten gibt es unter www.kiekeberg-museum.de

Ich bin Partnerin des Naturparks Lüneburger Heide

Partner-Logo "Naturpark-Partnerlogo" des Naturparks Lüneburger Heide

➔ Mehr über das Netzwerk erfahren

Freizeittipps

➔ Mehr Freizeittipps entdecken

Aus der Region

Maislabyrinth Rockstedt 2020 - Luftaufnahme Hans-Heinrich Heins
Maislabyrinth in Rockstedt

Großes Maislabyrinth im Kreis Rotenburg mit 4 Kilometer Wegen – bis Ende September immer am Wochenende geöffnet – ideal für Feiern und Kindergeburtstage

© Landkreis Harburg
Mit der Heidschnucke die Heide zwischen Elbe und Oste entdecken und erleben

Erste Ost-West-Buslinie durch den Landkreis Harburg ist am Start: In 106 Minuten von Winsen nach Tostedt Einmal quer durch den Landkreis in 106 Minuten und dabei vorbei an den Schönheiten der Heide: Eine neue Buslinie verbindet jetzt Winsen und Tostedt und lädt dazu ein, die Heide zwischen Elbe und Oste zu entdecken und zu erleben.…

Jochen und Günter befinden sich derzeit mitten im natürlichen Fellwechsel und sehen deshalb derzeit ein wenig „zerrupft“ aus.
Trampeltiere im Wildpark: Ein Hauch von Steppe in der Heide

„Jochen“ und „Günther“ fühlen sich von Minute eins im Wildpark Lüneburger Heide sichtlich wohl Gemächlich, sanft und mit beeindruckender Präsenz sind sie angekommen: Die beiden Trampeltier-Hengste Jochen (13 Jahre) und Günther (6 Jahre) haben ihr neues Zuhause im Wildpark Lüneburger Heide bezogen – und bringen mit ihrenmarkanten Doppelhöckern, ihrem freundlichen Wesen und ihrer entspannten Art…

➔ Mehr aktuelle Beiträge für Sie

Einkaufstipps

Der "Alte Provisor" wird nach einem alten Rezept hergestellt. Foto: CTM GmbH

Auf zur kulinarischen Shoppingtour nach Celle

Ob echter Gin aus der Heide oder Kaffee aus der stadteigenen Rösterei. Im niedersächsischen Celle sind bei einem gemütlichen Bummel durch noch so manch` inhabergeführtes Geschäft ganz besondere Schlemmereien – vor allem direkt auch zum Mitnehmen – zu finden.

➔ Mehr Einkaufstipps für die Lüneburger Heide