
Die Stadtmusikanten rücken enger zusammen und der Roland wünscht sich eine dicke Mütze und warme Handschuhe. Kein Wunder: Die kalte Jahreszeit ist da. In Bremen gibt es aber jetzt keinen Grund, dem Winterblues zu verfallen: Die Theater- und Konzerthäuser der Hansestadt trotzen unterkühlter Stimmung mit gemütserhellender Unterhaltung.
Weite Bremer Bühnenlandschaft
Die Bremer Theater-Szene hat sich weit über die Stadt hinaus einen Ruf erspielt: Schon in den sechziger Jahren erreichte das ➔ Theater Bremen eine enorme Strahlkraft nach außen. Der „Bremer Stil“, also die Eigenwilligkeit Bremer Inszenierungen, mit jungen Regisseuren wirkte bahnbrechend für das gesamte deutschsprachige Theater. Bis Anfang Juni 2017 wird hier unter anderem das Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ von Richard Wagner aufgeführt. Das letzte Musikdrama des Komponisten ist am Theater Bremen seit 1977 erstmals wieder in einer Neuinszenierung zu erleben.
Spektakuläre Shows, abwechslungsreiche Gastronomie und stilvolles Ambiente bietet das ➔ GOP Varieté Theater. Von März bis Mai begeistert die Show „Impulse“ mit moderner Bühnenkunst und einer dynamischen, kraftvollen Begegnung von Rhythmus, Körperkunst und Tanz.
Wo finden sich Spannung und Sinnlichkeit, Laster und Leidenschaft unter einem Dach? Im ➔ Musical Theater Bremen. Das Theater im Zentrum der Hansestadt ist eines der modernsten Musical-Theater der Welt. Nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt und in unmittelbarer Nähe vieler Hotels, wurde es speziell für große Theaterproduktionen mit knapp 1.450 Sitzplätzen auf drei Ebenen konzipiert. Im Februar werden dort Falco und Michael Jackson mit zwei grandiosen Shows wieder zum Leben erweckt und im März reißt „ABBA today“ alle aus den Sitzen.
Große Szene der freien Theater
Aber auch die große Szene der freien Theater macht von sich reden. Ein Unikat in der bundesdeutschen Theaterlandschaft stellt die ➔ bremer shakespeare company dar. 1983 von einer Handvoll Schauspielern gegründet, wird sie bis heute von ihrem Ensemble getragen. Neben Neuinszenierungen der Dramen Shakespeares finden hier eigene Autorenstücke den Weg auf die Bühne.
Im November 2002 ging an der Uferpromenade „Tiefer“ das ➔ Theaterschiff Bremen vor Anker. Im Bauch dieses umgebauten Binnenschiffs werden auf zwei Bühnen ganzjährig Musicals, Komödien, Jazz- und andere Musikveranstaltungen geboten. Zu Beginn des Jahres verspricht es heitere Theaterabende mit den Komödien „Doch lieber Single“ und „Traumfrau verzweifelt gesucht“.
Gemütlich wird es im 100-Plätze-Haus des ➔ Schnürschuhtheaters. Die kleine Bühne und der dichte Kontakt zum Publikum prägen die verschiedenen Inszenierungen, die dadurch eine unverwechselbare Ästhetik erlangen. Hier begleiten die Besucher des Stücks „Tschick“ die Protagonisten bis Ende Februar auf einer Suche nach Identität und wahrer Freundschaft.
Den besonderen Charakter des ➔ Konzerthauses „Glocke“ prägen vor allem die hervorragende Akustik und die im Art-déco-Stil gehaltenen Säle. Herbert von Karajan zählte die Glocke zu den drei besten Konzertsälen Europas. Auch die zentrale Lage des Konzerthauses in direkter Nachbarschaft zum historischen Bremer Marktplatz trägt zum Zauber eines Glocke-Besuchs bei. Zu den Stammgästen des Hauses zählen auch in 2017 die Bremer Philharmoniker, das Bremer Kaffeehaus Orchester und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Daneben zeigen die Wise Guys im Rahmen ihrer Abschiedstour im März „Das Beste aus 25 Jahren“ und die „African Angels“ präsentieren im April nach dem großen Erfolg der ersten Tournee das Beste aus Oper, Gospel und African Traditionals.
Doch auch in den kleineren Theatern der Stadt geht einiges über die Bühne: Das ➔ Figurentheater „Mensch, Puppe!“ begeistert Kinder mit „Hänsel und Gretel“ und „Oh, wie schön ist Panama“ und Erwachsene kommen bei „Der Hundertjährige“ und „Die Physiker“ auf ihre Kosten. Das ➔ „bremer kriminal theater“ befindet sich ab 19. Februar 2017 „Auf der Spur des Bösen“ und bei der Beziehungs ComedyRevue „Paarungszeit“ im HavenRevueTheater begleitet das Publikum zwei paarungswillige Individuen auf eine Reise mit Hits aus sieben Jahrzehnten.
Es gibt also auch bei frostigen Temperaturen jede Menge gute Gelegenheiten, einen Städteurlaub in Bremen zum unvergesslichen Erlebnis zu machen.
Weitere Informationen und Tickets gibt es bei der Bremer Touristik-Zentrale unter ++49 421 30800-10 oder im Internet unter ➔ www.bremen-tourismus.de/buehnenfieber.
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