Am Wochenende startete an der Kunststätte Bossard die Ausstellung ➔ „Flächenbrand Expressionismus“. Der Sammler Joseph Hierling war zur Eröffnungsfeier angereist und freute sich sehr, dass seine expressionistische Holzschnittsammlung nun im Norden von Deutschland präsentiert wird.

Foto: Joseph Hierling
Der 1942 in München geborene Sammler Hierling erlernte den Beruf des Fernsehkameramanns und war späterer Leiter der Film- und Fernsehproduktion des Bayrischen Fernsehen. Schon früh war er von der Kunst des Expressionismus fasziniert. Ausschlaggebend hierfür waren Begegnungen mit dem Maler Rudolf Büder und dem Kunsthistoriker und Galerist Richard Hiepe gewesen.
Im Laufe der Zeit kaufte sich der Münchner immer wieder einmal eine Holzschnittgrafik, zunächst von bekannten Künstlern wie Wassily Kandinsky oder Ernst Ludwig Kirchner. Zugleich war er aber auch von Holzschnitten, die von weniger bekannten Künstlern stammten, beeindruckt.
Entscheidendes Auswahlkriterium für Hierling wurde schließlich eine hohe künstlerische Qualität in Kombination mit einer wenig bekannten Künstlerpersönlichkeit. So entstand nach und nach eine Sammlung, die insbesondere den „Lücken der Kunstgeschichte“ gewidmet ist. Eine Auswahl aus der umfangreichen Sammlung, die bis zum 11. August 2019 in der Kunststätte Bossard zu sehen sein wird.

© Kunststätte Bossard
Joseph Hierling freute sich vor allem über das große Interesse an seiner Sammlung in Norddeutschland und über die zahlreichen Eröffnungsgäste. Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr lobte bei der Eröffnung nicht nur die vielen hochkarätigen Leihgaben, sondern auch die kongeniale musikalische Gestaltung durch die 16jährige Lena Marie Hildebrandt (Sopran) und den 17jährigen Yibiao Meng (Klavier), beide Stipendiaten der Claussen Simon Stiftung in Hamburg: „Mit Ihrer kraftvollen, virtuosen und ausdruckshaften Darbietung haben Sie ohne Worte perfekt in den Expressionismus eingeführt!“ Bürgermeister Udo Heitmann zog in seiner Begrüßung Parallelen zwischen dem Holzschnitt als expressionistischem Massenmedium und der heutigen Kultur der Handyfotos und Messenger-Dienste.
Am Sonntag, den 19.05.2019 wird Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr um 12:00 Uhr anlässlich des internationalen Museumstags eine Sonderführung durch die Ausstellung halten (regulärer Museumseintritt, Führung frei).
Eine weitere Direktorenführung findet am nächsten „Museumssonntag“ an der Kunststätte Bossard, Sonntag, den 23.06.2019, um 14.00 Uhr statt (regulärer Museumseintritt, Führung frei).
Kunststätte Bossard
Öffnungszeiten:
März bis Oktober
MI bis SO 11:00 bis 18:00 Uhr,
November bis Februar
SO 11:00 bis 16:00 Uhr.
Regulärer Eintritt:
8 €, Gruppen ab 15 Pers. 7 € p.P., ermäßigt 5 €,
Besucher unter 18 Jahren und Mitglieder des Freundeskreises frei
Anfahrt:
A7, Abfahrt Ramelsloh oder A1, Abfahrt Dibbersen.
Bitte folgen Sie der Ausschilderung.
➔ Mehr Ausstellungen in der Lüneburger Heide und im Umland entdecken
Sie wollen immer aktuell informiert sein? Jetzt die SCHÖNE-HEIDE-Wochenendtipps abonnieren









