Die ➔ Kunststätte Bossard lockt Kunstinteressierte im Jahr 2017 mit einem attraktiven Programm an Sonderausstellungen, interessanten Vorträgen und Veranstaltungen sowie einem deutlich verbesserten Besucherservice in die Nordheide.

Nach der bestens besuchten Sonderausstellung „Die Malweiber von Paris“ im letzten Jahr wird die derzeitige Sonderausstellung ➔ „Kunst. Vision. Gemeinschaft. Das Künstlerpaar Johann & Jutta Bossard“ noch bis zum 25. Juni 2017 im Neuen Atelier zu sehen sein. Dabei stehen erstmals Arbeiten von Jutta Bossard stärker im Vordergrund, und die Besucher gewinnen darüber hinaus intime Einblicke in das innige Zusammenspiel des Künstlerpaares.
Die liebevoll kuratierte Ausstellung wird am Internationalen Frauentag, dem 8. März 2017, mit einer Frühstücksführung sowie am 2. April 2017 mit einem Vortrag von Dr. Gudula Mayr zu Leben und Wirken von Jutta Bossard Krull unter dem Titel „Und dann bin ich aus der Welt getreten“ begleitet. Ein weiterer Höhepunkt im Frühjahr ist am 12. März 2017 um 11.00 Uhr ein Vortrag von Dr. Thomas Carstensen zu dem Bossard-Zeitgenossen Ernst Ludwig Kirchner unter dem Titel „Outsider hier, Outsider da. Ernst Ludwig Kirchner – Leben und Kunst eines Heimatlosen“.
Neue attraktive Führungsangebote
Neben dem inhaltlichen Programm bietet auch der Besucherservice attraktive Veränderungen: Dazu zählt das neue regelmäßige Angebot zur Besichtigung der Privaträume, die dem breiten Publikum bislang nur auf Nachfrage zugänglich waren. „Wir nehmen damit den Wunsch vieler Gäste auf, die häufig darum baten, auch die besonders gestalteten Privaträume des Wohnhauses zu besichtigen“, erläutert die Leiterin der Kunststätte Dr. Gudula Mayr.
Ab März wird es an jedem Öffnungstag der Sommersaison um 14.00 Uhr die Möglichkeit zu einer ➔ Kurzbesichtigung geben (40 Minuten für 3Euro zzgl. Eintritt, Anmeldung erforderlich). ➔ Ausführliche Führungen durch den privaten Bereich werden sonntags um 14.00 Uhr angeboten (90 Minuten für 5 Euro zzgl. Eintritt, jeweils für max. sechs Personen und mit Voranmeldung).
„Aufgrund der schwierigen klimatischen Verhältnisse und der aufwendigen Inneneinrichtung sind wir sehr vorsichtig mit der Öffnung von Musikzimmer, Märchenzimmer und Eros-Saal, auch wenn wir diese ‚Kronjuwelen‘ des Gesamtkunstwerks nur allzu gern ständig zeigen möchten“, sagt Mayr. Das Jahr 2017 ist daher eine Testphase, in der auch geprüft wird, wie sich die erweiterten Zugänge mit der Erhaltung der Innenräume vereinbaren lassen.
Halbjahresflyer für die Veranstaltungen
Als weitere Serviceverbesserung gibt es jetzt statt des bisher ganzjährigen Veranstaltungskalenders einen schlanken und übersichtlichen ➔ Halbjahresflyer. So können sich Interessierte noch aktueller über das Veranstaltungsprogramm vorab informieren und ihren Besuch gezielt planen.
Öffnungszeiten und Eintritt
In den Wintermonaten bis Ende Februar wird die Kunststätte an allen Sonntagen von 11.00 bis 16.00 Uhr öffnen. Und ab März bis Ende Oktober 2017 ist das Museum dann mittwochs bis sonntags jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Neu ist auch, dass das stets gut besuchte und beliebte ➔ Café im Hof in diesem Jahr von Mai bis einschließlich September an jedem Öffnungstag betrieben wird, immer von 13.00 bis 17.00 Uhr. Im März, April und September ist das Café samstags und sonntags von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Leider kommt auch das Museum Kunststätte Bossard nicht umhin, in diesem Jahr den ➔ Eintrittspreis um einen Euro leicht zu erhöhen. Überaus erfreulich ist jedoch, dass der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren aufgrund einer privaten Spende weiterhin frei bleiben wird.
Angebote für junges Publikum
Zudem möchte die Kunststätte das junge Publikum verstärkt in den Fokus nehmen. Allen Eltern sei ein rechtzeitiger Blick auf die ➔ Kreativkurse in den Osterferien nahegelegt. Erstmalig wird Alexandra Eicks, eine langjährige und vertraute Kennerin der Kunststätte, die Ferienkurse leiten.
Ein weiteres Highlight wird der Familiensonntag am 9. Juli 2017 sein, der mit einem Kinderkonzert, Familienführungen und allerlei Kreativangeboten junge Familien herzlich einlädt, das Gesamtkunstwerk zu entdecken.
Sonderausstellung Otto Pankok ab 2. Juli 2017
Die nächste Sonderausstellung der Kunststätte Bossard zeigt ab 2. Juli bis 8. Oktober 2017 Werke von ➔ Otto Pankok (1893 – 1966), der noch fast als Geheimtipp gelten darf und im Norden selten zu sehen ist. Im Dritten Reich als entarteter Künstler verfemt, schuf Pankok bis zu seinem Tod sozialkritische Radierungen und großformatige Kohlezeichnungen von ganz eigener Handschrift.
„Ich freue mich außerordentlich, diese Ausstellung für die Kunststätte zu ermöglichen“, betont Leiterin Dr. Gudula Mayr, „Es ist eine besondere Gelegenheit, für die wir der Otto Pankok Stiftung sehr dankbar sind. Das Werk dieses kritischen und expressiven Grafikers und Bildhauers wird uns als anspruchsvolle Ausstellungsstätte überaus bereichern.“
Informationen zu allen Veranstaltungen und Services sind unter ➔ www.bossard.de einzusehen. Der Veranstaltungsflyer wird in den kommenden Wochen verteilt und an vertrauten Treffpunkten ausliegen.
➔ Flyer Veranstaltungen Januar – Juni 2017 (PDF) ansehen oder herunterladen
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